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Heike Schiffling im Interview

Auf Entdeckungstour durch Bremen

Bremen ist Gastgeber des Deutschen Hebammenkongresses. Heike Schiffling, Vorsitzende des Hebammenlandesverbands Bremen, freut sich deshalb ganz besonders auf die Veranstaltung. Weshalb Sie den Kongress auf keinen Fall versäumen sollten und welche Attraktionen in Bremen unbedingt sehenswert sind, hat sie uns erzählt.


Frage: Frau Schiffling, was macht die Hansestadt Bremen aus?

Bremen ist die Stadt der kurzen Wege und eine sehr gemütliche Großstadt. Sie finden hier berühmte historische Stätten in direkter Nachbarschaft zu pulsierenden Stadtvierteln. Kulturelle Highlights liegen neben Uferpromenaden und Flaniermeilen – und alles ist gut zu Fuß zu erreichen.

Zu unserem kleinen Bundesland gehören aber zwei Städte: neben Bremen noch das 60 Kilometer entfernte Bremerhaven. Die Seestadt mit ihrer maritimen Atmosphäre hat sich in den letzten Jahren, auch dank Auswanderermuseum, Klimahaus und einer Vielzahl an schönen Hotels, zum Touristenmagnet gemausert. Wenn Sie die Tage nach dem Kongress noch frei haben, dann sollten Sie es sich nicht entgehen lassen und auch Bremerhaven einen Besuch abstatten.


Frage: Sie wirken als Vorsitzende des Hebammenlandesverbands Bremen auch an dem Workshop „Personalnotstand im Kreißsaal – eine Chance für die Zukunft?!“ mit. Worum geht es hier konkret? 

Es geht um die Situation der angestellten Hebammen. Durch den Personalnotstand haben wir Hebammen zurzeit sehr viele Möglichkeiten Forderungen zu stellen und Veränderungen einzuleiten. Dessen sollten wir uns bewusst sein und diese Chance nutzen! In einem Workshop möchten wir gemeinsame Ziele und Forderungen entwickeln zu den Bereichen Vergütung, Personalakquise, Arbeitszeiten und Schichtmodelle, hebammengeleitetes Arbeiten und Aspekte der praktischen Arbeit. Wir wissen um die geballte Kompetenz vor Ort und freuen uns über interessierte Kolleginnen zum Workshop „Personalnotstand im Kreißsaal – eine Chance für die Zukunft?!“


Frage: Neben den Workshops gibt es auch ein Rahmenprogramm, das Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Stadt Bremen näherbringt. Was erwartet Interessierte hier?

Diverse Stadtführungen durch die historische Altstadt, entweder zu Fuß oder mit einer kleinen Bimmelbahn. Selbstverständlich geht es in die gute Stube von Bremen, den Marktplatz! Dort befinden sich viele bekannte Sehenswürdigkeiten auf einem Fleck: das Bremer Rathaus und die Roland-Statue – beide gehören zum UNESCO-Welterbe. Etwas versteckt, an der linken Seite des Rathauses, steht die bekannte Bronzeplastik der Bremer Stadtmusikanten. Die Vorderbeine des Esels zu berühren soll Glück bringen. Neben dem Rathaus finden sich die älteste Kirche Bremens, der St. Petri Dom, und – etwas moderner – der Sitz des Bremer Landtags. Außerdem steht hier auch das prächtige Haus der Kaufleute, der „Schütting“. „Buten un Binnen, Wagen un Winnen“, also nach Übersee und ins Inland aufbrechen, um sein Glück zu machen, so steht es über dem Eingang zum „Schütting“. So lautet auch heute noch das Motto der Bremerinnen und Bremer, die inzwischen nicht nur nach Übersee streben, sondern auch die Luft- und Raumfahrt für sich entdeckt haben.

Ein Highlight aus dem Rahmenprogramm ist natürlich die Hebammenparty am Dienstagabend. Sie findet in einer angesagten Location an einem ehemaligen Hafenbecken der Überseestadt statt, dem modernsten Stadtteil von Bremen. Hier kann man mit einem traumhaften Blick über die Weser in einem wunderbaren Ambiente den Abend genießen. Und wenn es eine Berufsgruppe gibt, die feiern und tanzen kann, dann die Hebammen!


Frage: Abgesehen davon: Was sollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, wenn ich in Bremen bin?

Direkt hinter dem Kongresszentrum findet sich z. B. der wunderschöne Bürgerpark. Oder Sie spazieren an der Weser entlang und setzen zu einer kurzen Fährfahrt an das andere Weserufer über. Dort können Sie im Café Sand die Füße in den feinen Sand stecken und das Treiben der Boote und Schiffe verfolgen.

Bei gutem Wetter ist ein schöner Ort für einen geselligen Abend die Weserpromenade „Schlachte“. Hier essen und feiern die Menschen auf den Bierbänken der Restaurants und Bars. Am Ufer liegen historische Museumsschiffe, Yachten und Fähren. Biergartenstimmung mit dem Flair einer Hafenmeile – Sehen und Gesehenwerden!

Wer es etwas urbaner möchte, geht durch die enge Gasse des mittelalterlichen „Schnoor“ ins sogenannte „Viertel“. Das beginnt hinter dem Bremer Theater zwischen Ostertor und Steintor. Ein buntes, quirliges Viertel mit kleinen Läden, Boutiquen, Cafés und Bars. Sicherlich finden Sie hier das passende Andenken aus Bremen!


Das Interview führte Silvia Tränklein.


Unter dem Motto:

»HebammenWissen macht’s möglich« lädt der DHV vom 27. bis 29. Mai 2019 zum 15. Hebammenkongress nach Bremen ein. Zur Einstimmung auf den Kongress haben wir verschiedene Personen nach ihren Gedanken zum Thema Hebammenwissen befragt. Die Hebammenforum-Redaktion