Aktuelles

04/2019

HebammenWissen – macht´s möglich!

Zukunftsthemen im Fokus – die Highlights

Der 15. Deutsche Hebammenkongress findet in diesem Jahr vom 27. bis 29. Mai 2019 in Bremen statt. Das Programm, das der Deutsche Hebammenverband (DHV) als Initiator auf die Beine gestellt hat, kann sich sehen lassen – von berufspolitischen Plenen über Mutmachbeispiele bis hin zu Workshops.

Mehr denn je ist ein starkes und gemeinsames Vorgehen auf dem hart umkämpften Gesundheitsmarkt notwendig, denn vieles wird sich in diesem Umfeld in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ändern. Als größter Berufsverband der Hebammen Deutschlands mit rund 20.000 Mitgliedern will der DHV die Zukunft des Hebammenberufes mitgestalten und entwickelt eigene Konzepte und Vorschläge. Gerade in den berufspolitischen Panels setzt der Verband auf dem Kongress Akzente.

 

  • 27. Mai, 14:30 Uhr

    Eröffnungsveranstaltung
    Zur großen Eröffnung des 15. Deutschen Hebammenkongresses begrüßen unter anderem DHV-Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer und Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz die Gäste.

  • 27. Mai, 16:30 Uhr

    Plenum „Blick auf den kulturellen Wandel in der Geburtshilfe“
    Bereits die erste Diskussionsrunde auf dem Kongress verdeutlichet den Anspruch des DHV die Zukunft des Berufes mitzugestalten. So diskutieren zum Kongressstart Prof. Lesley Page (ehemalige Präsidentin des britischen Royal College of Midwives und der International Confederation of Midwives) und Mervi Jokinen (Präsidentin der European Midwives Association) über den dringend notwendigen kulturellen Wandel in der Geburtshilfe: Wie kann dieser initiiert und gestaltet werden? Neben den internationalen Gästen werden zudem Vertreterinnen und Vertreter des DHV, der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaften, der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, der Deutschen Krankenhausgesellschaft sowie von Mother Hood auf dem Podium sein.

  • 28. Mai, 11 Uhr

    Plenum „Hebammen zurück in die Kreißsäle! Aber wie?“
    DHV-Präsidiumsmitglied Andrea Ramsell diskutieren unter anderem mit Kerstin Bringmann von ver-di und Prof. Michael Abou-Dakn vom Berliner St. Joseph Krankenhaus die aktuelle Misere in deutschen Kreißsälen. Denn immer weniger Hebammen sind bereit unter den herrschenden Arbeitsbedingungen in Kliniken zu arbeiten. Denn die Mehrheit der in den Kliniken arbeitenden Hebammen betreuen in der Regel drei Frauen gleichzeitig, selbst bis zu sechs Frauen sind keine Seltenheit.

  • 28. Mai, 14:30 Uhr

    Plenum „Akademisierung – wichtig für alle Hebammen?“ und
    16:30 Uhr, Plenum „Akademisierung – und der nachträgliche Titelerwerb für alle Hebammen?“
    Nach der Verlautbarung des Bundesgesundheitsministeriums, die Hebammenausbildung künftig laut einem EU-Beschluss an die Hochschulen zu verlegen, steht in den kommenden Monaten zum ersten Mal seit über 30 Jahren eine umfassende Reform des Hebammenberufsgesetzes an. Es ist höchste Zeit, denn mittlerweile ist Deutschland das Schlusslicht in der EU – alle anderen Mitgliedstaaten haben die Hebammenausbildung bereits akademisiert. Die bevorstehende Neuregelung der Ausbildung ist ein inhaltliches wie auch zeitliches Mammutprojekt. In zwei Plenen diskutiert DHV-Präsidiumsmitglied Yvonne Bovermann unter anderem mit Juristen und Expertinnen aus dem Bildungsbereich.

  • 29. Mai, 9 Uhr

    Plenum „Digitale Angebote für Hebammen und Schwangere – eine erste Orientierung“
    Schwangere und Hebammen nutzen immer häufiger digitale Wege, um miteinander zu kommunizieren. Schwangere laden sich Apps auf ihr Smartphone, um Antworten auf ihre vielen Fragen zu erhalten, und Hebammen organisieren ihre Praxis über Termin-Apps. Täglich kommen mehr Beratungsportale, Schwangerschaftskalender, Onlinekurse oder Suchmaschinen ins Netz. Der Deutsche Hebammenverband möchte erfahren, welche Probleme seine Mitglieder im Umgang mit digitalen Hilfsmitteln sehen und wo die Digitalisierung der Hebamme hilft. DHV-Präsidiumsmitglied Ursula Jahn-Zöhrens begrüßt auf der Bühne unter anderem die Anwältin Dr. Ann-Kathrin Hirschmüller sowie Creative Consultant und App-Entwicklerin Lena Lührmann.

  • 29. Mai, 13:30 Uhr

    Plenum „Zukunft der– Hebamme der Zukunft“
    Veränderungen herbeizuführen geht nur mit langem Atem und gemeinsam. Deshalb startet der DHV auf dem Hebammenkongress in Bremen mit einer breit angelegten Diskussion über die Zukunft der Geburtshilfe. Unter anderem spricht und diskutiert Oona Horx-Strathern vom Zukunftsinstitut Frankfurt/Main und Wien über das Thema „Die Macht der Megatrends – Leben in der Zukunft“. Die Ideen, Thesen und Ergebnisse zur Zukunft der Geburtshilfe werden 2019 in einem weiterführenden Workshop vertieft und verdichtet. Die daraus entstehenden Thesen wird der Deutsche Hebammenverband veröffentlichen und in die gesellschaftliche Debatte einbringen.