Ausgezeichnet!

Deutscher Hebammenpreis 2027

Hebammenarbeit ist ständig im Wandel.

Mit innovativen Ideen entwickeln Hebammen ihre Arbeit immer weiter und stellen damit sicher, dass Frauen, Babys und junge Familien optimal betreut werden. Sie sind nicht nur die Expert*innen für Schwangerschaft, Geburtshilfe und Wochenbett – sie verstehen sich oft auch als Ideentreiber*innen wenn es darum geht, Arbeitsabläufe zu gestalten und zu verbessern.

Mit der Verleihung des Deutschen Hebammenpreises stellt der DHV engagierte Hebammen und Teams ins Rampenlicht.

Der Hebammenkongress bietet dafür die perfekte Bühne. Und der Preis ist auch eine Gelegenheit, danke zu sagen: Danke von Hebamme zu Hebamme, die sich gegenseitig in ihrem Arbeitsalltag motivieren – aber auch von Ihrem Verband an Sie, die Sie eine so wertvolle, inspirierende Arbeit für Frauen leisten!

Der Deutsche Hebammenpreis wird in den drei unten aufgeführten Kategorien vergeben.

Münster, DEU, 05.05.2025, Hebammenkogress des Deutschen Hebammenverbandes
Das waren die Preisträgerinnen des Deutschen Hebammenpreises 2025 mit der ehemaligen DHV-Präsidentin Ulrike Geppert-Orthofer (rechts im Bild) und DHV-Beirätin für den Angestelltenbereich Andrea Köbke (2. v.r.) und dm-Marketingrepräsentantin Marielle Iani (links im Bild, erste Position). Foto: DHV_Wyrwa

Der Deutsche Hebammenpreis wird unterstützt von unserem langjährigen Kooperationspartner dm-drogerie markt.

Kategorie 1

Deutscher Hebammenpreis für herausragende individuelle Innovation und Kreativität

Jede Neuerung beginnt mit der Idee eine*r Einzelnen. Es erfordert Mut, Neugierde und Freude an der Arbeit, neue Dinge zum Wohle von Schwangeren und jungen Familien anzugehen und zu etablieren! Welche Hebamme hat Sie in Ihrem Arbeitsalltag, Ihrem Team, Ihrer Abteilung durch tolle Ideen, Fähigkeiten oder Fertigkeiten bereichert? Wer ist für Sie ein Vorbild und hat Sie inspiriert, etwas Neues in Ihrer Arbeit auszuprobieren? 

Ausgezeichnet wird die Kollegin, die im vergangenen Jahr mit ihrem herausragend persönlichen Engagement zu bedeutsamen Entwicklungen in ihrem Tätigkeitsumfeld beigetragen hat.

Es dürfen Vorschläge oder Bewerbungen von einzelnen Hebammen eingereicht werden.

Kategorie 2

Deutscher Hebammenpreis für Teams

Innovatives Denken und Handeln stehen im Mittelpunkt dieser Auszeichnung. Sie haben – im geburtshilflichen Team – eine positive Veränderung in Ihrer geburtshilflichen Abteilung erreicht? Kleines angestoßen und damit Großes bewirkt? Sie haben etwas Neues begonnen, etwas Altbewährtes wieder eingeführt oder mit Ihren Ideen Verbesserungen herbeigeführt? Ausgezeichnet werden Projekte und Initiativen, die in der Praxis zu einer nachhaltig positiven Veränderung geführt haben: für das Team, den Arbeitsplatz und in der gesamten Zusammenarbeit. 

Es dürfen Vorschläge oder Bewerbungen von Teams und einzelnen Hebammen eingereicht werden.

Kategorie 3

Deutscher Hebammenpreis für außergewöhnliche Ansätze in der Ausbildung

Eine gute Ausbildung ist für jede Hebamme der Start in ihren Beruf, der von lebenslangem Lernen geprägt ist. Welche Einrichtung zeichnet sich durch besonders gute Ausbildungsbedingungen aus, wo werden Lernziele innovativ vermittelt, wo gibt es außergewöhnliche Konzepte und Ausbildungsinhalte? Welche Ausbildungsbedingungen tragen positiv zum Erreichen des Ausbildungsziels bei?

Wir suchen Ausbildungsstätten (klinisch oder außerklinisch), die sich durch besonders kreative Lehrmethoden, Ideen und Konzepte hervorheben bzw. von anderen unterscheiden.

Es dürfen Vorschläge oder Bewerbungen von Hebammenstudent*innen, Auszubildende und Kolleg* innen mit Examen <= 2 Jahre eingereicht werden. 

Preise

Kategorie 1 (Innovation) –
1 Preis ist dotiert mit 1500 EUR

Kategorie 2 (Teams) – 3 Preise sind dotiert mit
2500 EUR für Erstplatzierung,
1500 EUR für den 2. Platz und
1000 EUR für Platz 3

Kategorie 3 (Ausbildung) –
Auszeichnung

Was suchen wir?

Maßnahmen, Projekte oder umgesetzte Ideen, die eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und/oder der Teamzusammenarbeit im klinischen Alltag bewirkt haben.

Grundvoraussetzungen für den Wettbewerb

  • Geltendes Recht wird nicht verletzt.
  • Der Arbeitgeber/das Ausbildungshaus ist über die Bewerbung informiert und hat zugestimmt.
  • Bewerbung erfolgt bis zum 31. Dezember 2026

Wichtig für Sie!

  • Holen Sie die Erlaubnis zur Teilnahme von der Klinikleitung ein.
  • Alle Preisträger*innen werden mit einer Begleitperson zur Preisverleihung nach Berlin eingeladen, inkl. einer Übernachtung und Bahnfahrt (2. Klasse Hin- und Rückfahrt).
  • Die Preisverleihung findet im Rahmen des Kongresses am 3. Mai 2027 statt. Wir freuen wir uns auf ein anschließendes Get-together mit gemeinsamem Abendessen. 

Teilnahmebedingungen

  • Teilnehmen können Teams und Kolleg*innen aus deutschen Kreißsälen, Geburtshäuser und freiberufliche Hebammen.
  • Mindestens eine Hebamme im Team muss Mitglied im DHV sein.

Die Entscheidung über das Gewinnerteam trifft die Jury. Bei gleichwertigen Einsendungen entscheidet das Los. Die Gewinnerteams werden anschließend schriftlich durch den DHV informiert. Eine Barauszahlung der Preise ist nicht möglich. 

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Andrea Köbke, DHV-Präsidiumsmitglied und Beirätin für den Angestelltenbereich:

„Jede Hebamme leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsversorgung von Frauen und Familien. Es ist Zeit, besonders herausragende Ideen und Konzepte in die Öffentlichkeit zu tragen und bekannt zu machen. Mit dem Deutschen Hebammenpreis machen wir das großartige Engagement, das Hebammen Tag für Tag aufbringen, sichtbar. Der Preis ist stellvertretend für die Leistungen aller Hebammen in Deutschland. Wir können stolz auf unsere Arbeit sein und dürfen das zu recht mit dem Hebammenpreis feiern!“

So ist die Jury zusammengesetzt

In der Jury arbeiten erfahrene Hebammen aus der klinischen Geburtshilfe sowie Vertreter*innen aus dem Gesundheits- und Verbandswesen zusammen. Erfahren Sie hier mehr zu den Mitgliedern und ihren Werdegängen. 

Foto: Martin Foddanu

Frau Prof. Dr. rer. pol. Clarissa Kurscheid ist seit 2016 Geschäftsführerin des privaten Forschungsinstituts für Gesundheits- und Systemgestaltung, figus GmbH.

Von 2022 bis 2024 war sie Präsidentin der Europäischen Fachhochschule für Gesundheit, Pädagogik und Soziales (EUFH).

Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen im Aufbau und in der Konzeptionierung von Versorgungsprojekten sowie der Versorgungsforschung. Themenschwerpunkte sind die sektorübergreifende Versorgung und Gendermedizin

Sie berät in unterschiedlichen Projekten zur Weiterentwicklung der Versorgung in Deutschland und begleitet seit über 15 Jahren Unternehmen und Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft, Verbände und Krankenkassen in Strategie, Organisation und Systementwicklung.

Derzeit ist sie an verschiedenen Innovationsfondsprojekten beteiligt sowohl in der Versorgungsforschung als auch bei den Versorgungsformen.

Senior Projekt-Manager der BrückenKöpfe Management GmbH in Berlin (Impact-Agentur im deutschen Gesundheitswesen). 

Fokus:
Realisierung des Deutschen Pflegetags // Pflege, Prävention, Digitalisierung voranbringen // Konzept- und Strategieplanung // Beratung und Unterstützung von Startups im Gesundheitswesen

Weg:
Sales Director arvato CRM Healthcare // Leiter Pflege bei der Schlüterschen Verlagsgesellschaft //Director Project Coordination bei Springer Medizin // Verkaufsleiter bei der Heinze GmbH // Diplom-Informatiker

Foto: Jonas Beckmann

Hebamme, B.Sc. Midwifery, M. Sc. Midwifery und Professorin für Hebammenwissenschaft (Fachbereich Gesundheitswissenschaften), Hochschule Fulda

Promotion Dr. rer. biol. hum an der Medizinischen Hochschule Hannover

Hanna Gehling absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Hebamme an der Hebammenschule in Ahlen (Westfalen, Deutschland) und arbeitete anschließend rund 10 Jahre lang im National Maternity Hospital in Dublin (Irland), im Walawalkar Hospital Dervan (Indien), im St. Marien-Krankenhaus Frankfurt (Deutschland) und am Malawian College of Health Sciences Malawi (Malawi, Afrika) und sammelte dabei sowohl theoretische als auch praktische Erfahrungen in von Hebammen geleiteten und stark frequentierten Geburtsumgebungen. Sie erwarb 2012 ihren B.Sc. in Hebammenkunde an der Glasgow Caledonian University und schloss 2015 den europäischen M. Sc. in Hebammenkunde an der Medizinischen Hochschule Hannover ab. Nach ihrem Masterabschluss arbeitete sie in Deutschland an der Medizinischen Hochschule Hannover als Dozentin und Studiengangkoordinatorin und trug unter der Leitung von Prof. Dr. Mechthild Groß zur akademischen Forschung im Bereich der Hebammenwissenschaft bei. Anschließend sammelte sie weitere Lehr- und Koordinationserfahrung als stellvertretende Schulleiterin, Kursleiterin und Hebammendozentin an der Hebammenschule Gießen, wo sie auch eine pädagogische Ausbildung absolvierte. In ihrer Doktorarbeit führte Sie eine prospektive Kohortenstudie zum Geburtsbeginn bei Erstgebärenden, um einen frauenzentrierten und individualisierten Ansatz für den Übergang in die Geburt zu definieren. Im September 2023 erhielt sie eine Professur an der Fachhochschule Fulda im Fachbereich Gesundheit, wo sie bis heute tätig ist.

Foto: Relyens

Dr. rer. pol. Nils Löber, Dipl.-Kfm. (univ.) absolvierte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am ersten deutschen Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement an der WFI – Ingolstadt School of Management (Schwerpunkte: Management von Gesundheitsleistungen und im speziellen Fehlerkultur im Krankenhaus) und arbeitete in verschiedenen Beratungsgesellschaften für internationale Industrie- und Dienstleistungsunternehmen im In- und Ausland.

Von 2013 bis 2023 war er im klinischen Qualitäts- und Risikomanagement der Charité – Universitätsmedizin Berlin tätig, davon viele Jahre als Leitung des Organisationsbereichs. Seit 2023 entwickelt Nils Löber für die Kunden der französischen Relyens Gruppe Lösungen im Bereich Risikomanagement und Patientensicherheit. Darüber hinaus ist er Berater und Vortragender im Gesundheitswesen, Autor verschiedener Fachartikel, Buchbeiträge und Monographien und Mitglied in zahlreichen Verbänden und Vereinen, die sich mit patientenorientierter Gesundheitsversorgung befassen.

Foto: privat

Tina Kroemer, B.A. Germanistik/Kunstpädagogik,  ist Referentin für fachliche und politische Netzwerk- und
Gremienarbeit

Tätigkeiten für den Verein Mother Hood e.V. (Auswahl):
– IQTIG: Expertinneninterview zum Qualitätsvertrag Geburtshilfe
– Teilnahme am Beteiligungsverfahren zum Qualitätsindikator „Ausschließlich mit Frauenmilch gestillt nach Hause entlassene reife Einlinge“
– IQTIG: Teilnahme am Verfahren zur Eingabe von Qualitätsdefiziten und Verbesserungspotentialen
– Lehrtätigkeiten am Uniklinikum Rostock und der Charité
– Patientenvertreterin im Gemeinsamen Bundesausschuss (AG Familienplanung und AG
Hebammenkreißsaal)
– Mitarbeit Leitlinie Schwangerenvorsorge, Mitarbeit Leitlinie Wochenbett
– Organisation der Netzwerkgründung und Fachtag “Psychische Gesundheit rund um die Geburt in Mecklenburg Vorpommern“

Hebamme und Beirätin für den Angestelltenbereich im DHV, Dipl. soz.päd.(FH), MSc Gesundheitsmanagement.
Berufspolitischer Schwerpunkt HKS und HKS+