Kongress

Kongressprogramm

Kongressprogramm

Hier finden Sie das aktuelle Programm

08:00 - 10:30
  • Thomas Langer

    Interaktives Seminar, geeignet als jährliches Notfalltraining für Hebammen mit und ohne Erfahrung. Im Anschluss an Theorie und praktische Übungen trainieren wir effektive Notfallmaßnahmen unter realitätsnahen Bedingungen. Wissenschaftliche Grundlage ist der neue internationale „Consensus on Science“ der ILCOR mit aktualisierten Inhalten.

Thema:

  • Notfall

  • Thomas Langer

    Interaktives Seminar, geeignet als jährliches Notfalltraining für Hebammen mit und ohne Erfahrung. Im Anschluss an Theorie und praktische Übungen trainieren wir effektive Notfallmaßnahmen unter realitätsnahen Bedingungen. Wissenschaftliche Grundlage ist der neue internationale „Consensus on Science“ der ILCOR mit aktualisierten Inhalten.

Thema:

  • Notfall

  • Denize Krauspenhaar, Patricia Gruber

    Worum geht‘s beim Simulationstraining? Warum ist das Phantom alleine nicht mehr „gut genug“? Und was heißt eigentlich „simulieren“? Wer ist Mama Natalie und was macht ihr Baby, die kleine Neo? Wozu braucht eine Hebamme eine Action-Cam? Wer wissen möchte, was sich hinter dieser merkwürdigen Ankündigung verbirgt, kommt einfach dazu und spielt mit.

Thema:

  • Notfall

09:00 - 10:30
  • Ann-Kathrin Hirschmüller, Cäcile Fey, Regine Knobloch

    Aktuelle Haftungsprobleme aus Sicht der Rechtsanwältin Dr. Ann-Kathrin Hirschmüller und der Sachverständigen im Hebammenwesen Cäcile Fey und Patricia Gruber.

Thema:

  • QM

  • Corina Scheurer

    Der Vortrag widmet sich den neurovegetativen, hormonellen, feto-plazentaren und sozialen Veränderungen, die es Mutter und Kind ermöglichen, mit vollgepacktem „Ressourcenkoffer“ in die Geburt zu starten. Es geht vor allem um gesättigte Informationen und das Angebot von Körperarbeit und Entspannung zur Stressreduktion für Frauen in der Latenzphase, sodass die werdende Mutter das Gefühl von Kohärenz und eigener Kompetenz erhält.

Thema:

  • Geburt

  • Anja Engelsing

    Der Vortrag vermittelt grundlegendes Wissen der Dynamik von Trauma (entstanden durch schockierende Informationen beziehungsweise Erfahrungen vor und während der Geburt). Homöopathie weiß zu den entsprechenden Symptomen die richtige Antwort. Es werden infrage kommende homöopathische Arzneien und situationsbezogen richtiges Vorgehen vorgestellt.

Thema:

  • Geburt
  • Schwangerschaft

  • Elke Freitag

    Energiemangel, ein grundsätzliches Thema unserer leistungsbezogenen Gesellschaft, ist Ursache für viele Beschwerden in der Schwangerschaft, unter der Geburt und im Wochenbett. Durch eine Therapie mit Schüßler-Salzen kann dieser Energiemangel effektiv und ohne Nebenwirkungen für Mutter und Kind ausgeglichen werden.

Thema:

  • Schwangerschaft
  • Wochenbett

  • Frank Klink

    94 Prozent der Eltern von Kleinkindern haben Angst davor, im Notfall etwas falsch zu machen. In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie als Hebamme selbstständig Kindernotfallkurse anbieten können. Themen: personelle und materielle Voraussetzungen, Inhalte eines Kindernotfallkurses, das Notfall-ABC-Konzept, Erfahrungsberichte, Unterstützungsangebote bei der Umsetzung.

Thema:

  • Notfall

  • Mechthild Deyringer

    Wechselwirkungen zwischen dem Erregungszustand des autonomen Nervensystems und der Bindungsbereitschaft von Eltern und Kindern werden erläutert und mit praktischen Übungen erlebbar. Beispiele aus verschiedenen Arbeitsbereichen zeigen, wie Hebammen EEH-Elemente für Prävention, Stressreduktion und Bindungsförderung nutzen können. Nicht zuletzt beinhaltet der Workshop Anregungen zur Selbstfürsorge für die professionelle Helferin.

Thema:

  • Schwangerschaft
  • Wochenbett

  • Angelica Ensel, Maria Anna Möst

    In diesem Workshop loten wir das salutogenetische Potenzial einer spirituellen Hebammenbegleitung in glücklichen und krisenhaften Momenten der Ergriffenheit im Kontinuum Elternwerden aus. Wir laden Sie ein, Spiritualität als bereichernde Dimension Ihrer Begleitung wahrzunehmen und zu integrieren. Im einführenden Teil geht es um die Bedeutung von Spiritual Care und den Stand der Forschung, im zweiten Teil um Erfahrungsaustausch, die Stärkung der eigenen Kompetenzen und Inspirationen für die Umsetzung.

Thema:

  • Wochenbett

  • Claudia Rheinbay, Tino Hentrich

    Für Piloten ist das Trainieren von Notfällen alltäglich. In kleinen Teams trainieren wir geburtshilfliche Notfälle, um die Sicherheit von Mutter und Kind bei Notfällen in der Geburt zu erhöhen. Inhalt: Simulationstraining von zwei geburtshilflichen Notfällen, Anwendung von fachlichem Wissen und Können unter Stress, Kommunikationsverhalten, konstruktive Feedbackkultur im Team.

Thema:

  • Notfall

  • Susanne Meissner

    Wird ein Kristallinstrument am Körper aufgesetzt und angespielt, dringt der Schall in das darunter liegende Gewebe und versetzt es in Schwingung. Die Vibration führt meist zu einer angenehmen Entspannung und Harmonisierung von Körper, Geist und Seele. Im Workshop erfahren Sie mehr über die Wirkungsweise der Kristallinstrumente und wie sie vor, während und nach der Geburt eingesetzt werden können (mit praktischen Beispielen).

Thema:

  • Geburt
  • Gemischte Themen
  • Wochenbett

10:30 - 11:00

Kaffeepause

11:00 - 12:30
  • Bindung durch Worte

    Thomas Harms

    Ein Vortrag darüber, wie wir in der professionellen Krisenarbeit mit bindungs- und körperbasierter Gesprächsarbeit Worte einsetzen können, um Menschen tief zu berühren und von innen her zu verstehen. Auch in stressreichen Kommunikationen können wir durch spezifische Körperinterventionen unsere Aufnahme- und Kontaktbereitschaft erhalten und stärken.

  • Bindung ist nicht gleich Bindung

    Heidi Keller

    Die Bindungstheorie ist die am weitesten verbreitete Theorie der sozial-emotionalen Entwicklung mit weitreichenden Implikationen für Familienbegleitung und -beratung, Erziehung und frühpädagogische Arbeit, Kindeswohl und Familienrecht. Doch ein einziges Modell kann nicht für Menschen aller Kulturen gut sein, deren Lebensumstände sich gravierend unterscheiden. Vortrag über Annahmen der Bindungstheorie und Alternativen.

Thema:

  • Wochenbett

  • Problem-based Learning von Anfang an im primärqualifizierenden Bachelorstudiengang Hebammenkunde

    Nicola H. Bauer, Annette Bernloehr, Annette Berthold, Ute Lange, Rainhild Schäfers

    2016 wurde an der Hochschule für Gesundheit die Methode Problem-based Learning (PBL) in alle hebammenspezifischen Module implementiert. PBL als Methode fördert das eigenständige und forschungsbasierte Lernen und unterstützt beim Erwerb von Kompetenzen hinsichtlich Problemlösung und Entscheidungsfindung. Diese innovative Methode bedeutet, dass die Lehrenden eine neue Rolle einnehmen und sich als Begleiterinnen und Begleiter des Lernprozesses verstehen. Die Studierenden werden ab Beginn des Studiums zum eigenständigen Lernen und Reflektieren angeleitet.

  • Master of Advanced Studies

    Regula Hauser

    Hebammen mit einem "MAS Hebammenkompetenzen" plus übernehmen neue Aufgabengebiete, seien es Beratungsfunktionen, fachliche Führung von Bereichen oder erweiterte Aufgaben. Sie beraten professionelle und interprofessionelle Teams, unterstützen und fördern die Qualitätsentwicklung in der Hebammentätigkeit und damit die Versorgung der Frauen und ihrer Familien.

Thema:

  • Bildung

  • Christiane Borchard

    Mutterrolle, das klingt altbacken, erinnert an Hausfrau, Heim und Herd. Ist das überhaupt noch aktuell? Auf jeden Fall, denn die mütterlichen Anpassungen sind gleich geblieben, doch die gesellschaftliche Perspektive und die praktische Umsetzung haben sich enorm verändert. Im Workshop werden drei wissenschaftliche Modelle und Theorien sowie ihr Einsatz in der Praxis vorgestellt und diskutiert

Thema:

  • Wochenbett

  • Philipp Schneider

    Die Kundinnen von heute sind anspruchsvoll und wollen kundenfreundlich, mit bester Qualität und sicher behandelt werden. Das Erfassen von Rückmeldungen und der Umgang mit Kritik ist eine zentrale Aufgabe in der heutigen Zeit. Die Macht der Social Media machen Fachleute und Organisationen vermehrt angreifbar und verletzbar: Auch Einzelpersonen oder Kleingruppen können große Aufmerksamkeit erzielen, unabhängig vom Wahrheitsgehalt der Botschaft. Organisationen und Fachpersonen, welche diese Herausforderungen schnell, umfassend und nachhaltig anpacken, werden die "Gewinner" in der Gesundheitsversorgung sein.

Thema:

  • QM

  • ... endlich wird wieder gelacht!

    Sybille Lentge

    Lange gab es im Kreißsaal des Harzklinikums wenig zu lachen. Doch dann wurde aufgeräumt! Einer ausführlichen Analyse folgten zwei Jahre mit Neueinstellungen, die Einführung eines neuen Dienstbesetzungssystems, Überarbeitung von Standards, Supervisionen, neu etablierte Notfalltrainings und Qualitätszirkel, Leistungserfassung – und schließlich Anerkennung durch die Ehrung beim Wettbewerb des Deutschen Hebammenverbandes. Die leitende Hebamme berichtet.

  • Eigeninitiative zur Stärkung junger Kolleginnen

    Constanze Koschorz

    Als erfahrene Hebamme kann ich wertvolles Erfahrungswissen weitergeben, das junge Hebammen mit Strategien ausrüstet, die ihnen die tägliche Arbeit im Kreißsaal erleichtern. Für unsere Eigeninitiative „Wissenshungergruppe“ und viele andere Maßnahmen zur Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen haben wir als Team des St. Elisabeth Krankenhauses Leipzig 2017 einen Preis vom Deutschen Hebammenverband erhalten.

  • Veränderungen im Kreißsaal – von der Idee zur Umsetzung

    Sylvie Göttsche

    Durch steigende Geburtenzahlen musste sich der Kreißsaal (KRS) als zentraler Anlaufpunkt für ambulante Versorgung verändern. Nach der Problemanalyse im Team wurden die Zahlen der ambulanten Frauen erhoben. So konnten wir Räumlichkeiten und Aufgaben des CTG-Dienstes planen, der zusätzlich im KRS-Stellenplan berücksichtigt wurde – und wir haben mehr Zeit für die Gebärenden und mehr Ruhe im KRS. Nachmachen erlaubt!

Thema:

  • Politik

  • „Be-UP: Geburt aktiv“

    Gertrud M. Ayerle , Studienteam

    Seit April 2018 nehmen in zwölf Kliniken schwangere Frauen an der klinischen Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ teil, die den Effekt eines „alternativ ausgestatteten Gebärraums“ auf den Gebärmodus prüft. Ca. 4.000 Frauen werden für die Geburt ihres Kindes per Zufall entweder der Interventions- oder der Kontrollgruppe zugewiesen. Im Vortrag werden der „alternativ ausgestattete Gebärraum“, methodische Aspekte sowie die Ergebnismaße vorgestellt.

  • Das Hebammenhandwerk

    Susanne Dießner

    Jede Hebamme lernt selektiv, jedes Wissen wird mit der eigenen Biografie, den strukturellen Voraussetzungen und den eigenen Erfahrungen abgeglichen. In Deutschland finden die allermeisten Geburten in Rückenlage und mit angeleitetem Pressen statt. Wurde dies so gelehrt? Wollen dies die Frauen? Der Vortrag will aufzeigen, dass lebenslanges Lernen auch für Hebammen 2019 eine wichtige Rolle spielt.

Thema:

  • Geburt

11:00 - 12:30

WS 5

(Fortsetzung von 09.00)

Thema:

  • Wochenbett

WS 6

(Fortsetzung von 09.00)

Thema:

  • Notfall

  • Skala zur Qualitätsmessung der Hebammenarbeit

    Mirjam Peters, Rainhild Schäfers

    Derzeit wird die Qualität in der geburtshilflichen Versorgung häufig nur an objektiven „harten“ Kriterien gemessen wie der Anwesenheit eines Pädiaters bei Frühgeburten oder dem Nabelarterien-pH-Wert. Dabei ist Qualität in der Geburtshilfe mehr als das, oder? Ein Workshop über die 2018 entwickelten Skalen zur Messung der Qualität der Hebammenbegleitung während der Geburt und im Wochenbett – aus Sicht der Frauen.

Thema:

  • QM

  • Claudia A. Pfeiffer, Anja Lehnertz

    Dr. Gowri Motha, Gynäkologin und Geburtshelferin in London, hat die sanfte, lymphtätige Massage „Therapeutische Frauen-Massage“ (TFM) sowie „Creative Healing“ entwickelt. Claudia A. Pfeiffer ist die dafür einzige von ihr zertifizierte Lehrerin im deutschsprachigen Raum. Zusammen mit der von ihr zur TFM-Therapeutin ausgebildeten Hebamme und Dozentin Anja Lehnertz stellt sie die Methode vor.

Thema:

  • Geburt
  • Schwangerschaft

  • Christiane Schwarz

    Die Reanimation eines Neugeborenen ist glücklicherweise selten nötig. Daher müssen Maßnahmen zur Stabilisierung eines Kindes mit Startschwierigkeiten immer wieder trainiert werden, um im Notfall angemessen reagieren zu können. In diesem Kurzworkshop wiederholen und üben wir die Grundlagen der Erstversorgung eines Neugeborenen mit Startschwierigkeiten.

Thema:

  • Notfall

  • Claudia Rheinbay, Tino Hentrich

    Für Piloten ist das Trainieren von Notfällen alltäglich. In kleinen Teams trainieren wir geburtshilfliche Notfälle, um die Sicherheit von Mutter und Kind bei Notfällen in der Geburt zu erhöhen. Inhalt: Simulationstraining von zwei geburtshilflichen Notfällen, Anwendung von fachlichem Wissen und Können unter Stress, Kommunikationsverhalten, konstruktive Feedbackkultur im Team.

Thema:

  • Notfall

  • Periphere Hebammenvisiten

    Meike Meier, Maren Nagel

    Ein stationärer Krankenhausaufenthalt während der Schwangerschaft oder im Wochenbett stellt für jede Frau eine Belastung dar. Egal ob Frühschwangere oder Frühchenmutter in diesen Situationen benötigen sie die Begleitung durch eine Hebamme während ihres Aufenthaltes. Die periphere Hebammenvisite schließt diese Lücke in der klinischen Versorgung.

Thema:

  • Politik

12:30 - 14:30

Mittagspause und Lunchsymposium

13:00 - 13:45
  • Elisabeth Linka, Inge Volz

    Spritziger Cocktail in der Mittagspause. Zutaten: Atmen, Tönen, Lachen, Tanzen. Wirkung: entspannt, erfrischt, belebt, aktiviert. Frei von unerwünschten Nebenwirkungen. Gemixt werden Elemente aus Lachyoga, Tanz und heilsamem Singen. Neben dem persönlichen Nutzen im Kongressgeschehen eignet sich dieser Cocktail auch für die Anwendung bei Geburtsvorbereitung und Rückbildungsgymnastik.

Thema:

  • Bildung

14:30 - 16:00

Plenum Eröffnungsveranstaltung

Thema:

  • Politik

16:00 - 16:30

Kaffeepause

Thema:

  • Politik

16:30 - 18:00
  • Ulrike Geppert-Orthofer, Lesley Page, Mervi Jokinen, Kirsten Kappert-Gonther, Katharina Desery u.a.

    Eine Geburtshilfe, die sich an den Bedürfnissen der Mütter und Kinder orientiert, bedarf einer Veränderung in unseren Kreißsälen. Weg von einem Übermaß an Interventionen hin zu einer Geburtshilfe, bei der Hebammen die Frauen individuell, fachkundig und verständnisvoll begleiten, physiologische Prozesse fördern und Komplikationen vorbeugen können. Expert*innen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft diskutieren, wie dieser kulturelle Wandel in der Geburtshilfe initiiert und gestaltet werden kann.

Thema:

  • Politik

  • Der plötzliche Säuglingstod (SIDS)

    Jan Sperhake

    Der plötzliche Säuglingstod (SIDS) ist heute viel seltener als vor 20 Jahren. Dies ist in erster Linie einer effektiven Prävention zu verdanken. Dennoch sterben etwa 200 Kinder im Jahr am SIDS. Von den Aufklärungskampagnen scheinen vor allem ältere Säuglinge profitiert zu haben, weniger aber Neugeborene im Wochenbett. Das gemeinsame Schlafen von Mutter und Kind in einem Bett scheint dabei bei Neugeborenen eine gewisse Rolle zu spielen – im Hinblick auf Bonding und Stillförderung ein Dilemma.

  • Co-Sleeping, Stillen, SIDS – wissenschaftliche Fakten in der Beratung

    Christine Wehrstedt

    Die Diskussion um Vorteile und Risiken des Co-Sleepings wird weiterhin sehr widersprüchlich geführt. Dabei wird teilweise bei offiziellen Empfehlungen zu wenig beachtet, welche Bedürfnisse Eltern und Babys haben, um zu einem gesunden Schlaf zu kommen, und wie der Babyschlaf möglichst natürlich gestaltet sein kann, um das Stillen nicht zu gefährden. In dem Vortrag werden verschiedene Aspekte zum Thema aufgeführt, mit denen Sie eine individuelle Beratung gewährleisten können, ohne sich rechtlich in die Bredouille zu bringen.

Thema:

  • Wochenbett

  • Stich- oder Schnittverletzung – was nun?

    Johanna Stranzinger

    Bei Hebammen müssen Stich- und Schnittwunden (Nadelstichverletzungen, kurz NSV) angemessen versorgt werden. Die Unfallkassen und Berufsgenossenschaften sind verpflichtet, die Folgeschäden für Versicherte zu begrenzen, und geben Empfehlungen zur Nachsorge. Darüber hinaus werden Übertragungswege und Schutzmaßnahmen für Hepatitis, HIV und Zytomegalie besprochen.

  • Beurteilung von Gesundheitsgefahren in der Geburtshilfe

    Dirk Ruthmann

    Hebammen sind in der Geburtshilfe zahlreichen Gesundheitsgefahren ausgesetzt. Wie sind diese Gesundheitsgefahren aus Sicht des Arbeitsschutzes zu bewerten? Wie sind die Risiken dieser Gefährdungen angemessen und nachvollziehbar zu beurteilen? Welche Arbeitsschutzvorschriften müssen hierbei berücksichtigt werden und welche Präventionsmaßnahmen lassen sich hieraus ableiten? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigt sich der Vortrag.

Thema:

  • QM

  • Astrid Schenk

    Welche Versicherungen genau benötigen Sie? Es gibt vielfältige Überlegungen, Notwendigkeiten, gesetzliche Regelungen und Bedürfnisse, die Versicherungsschutz notwendig machen. Wir behandeln Fragestellungen wie: Welche Versicherungen sind wichtig und welche nicht so sehr? Was ist meine eigene Priorität? Wie finde ich die richtigen Ansprechpartner? Wir sprechen über Krankenversicherung, Krankentagegeldversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung sowie Unfallversicherung.

Thema:

  • Beratung/Kommunikation

  • Sabine Friese-Berg

    Der affektive Kontakt zu schwangeren Frauen ist eine der starken Ressourcen der praktischen Hebammenarbeit. Mit Herz und Hand kann dabei das Kind in seinem Wachstum, seiner Stellung und Lage beobachtet werden. Gleichzeitig ist es für die Mutter eine körperliche und seelische Erfahrung. Auch der Partner kann beteiligt werden und selbst Kontakt zu seinem Kind aufnehmen. Die pränatale Bindung wird dadurch gefördert. Ein Workshop zu den Leopold-Handgriffen, benannt nach dem Gynäkologen Christian Leopold, die als zentrale Standardmethode zu den körperlichen Untersuchungsmethoden gehören.

Thema:

  • Schwangerschaft

  • Oda von Rahden, Tanja Joachim

    Eine Frühgeburt stellt für Eltern eine akute Krise dar, die intensivmedizinische Behandlung des Kindes verschärft die Situation zusätzlich. Die niedrigschwellige, aufsuchende Tätigkeit der Hebamme ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen von Risikofaktoren, das Stärken von Ressourcen sowie die Initialisierung von Unterstützungsmaßnahmen. Ein Workshop über die besonderen Problemlagen, Aspekte psychosozialer Betreuung und die damit verbundenen Herausforderungen in der Hebammenarbeit.

Thema:

  • Wochenbett

  • Anja Lehnertz, Helga Schmidtke

    Als Krankenschwester, Doula, Trauerbegleiterin, palliative und pädiatrische Palliative-Care-Pflegefachkraft sowie selbstständige Sternenkinderbestatterin liegen Helga Schmidtke die Sternenkinder und ihre Familien ganz besonders am Herzen. Mit Stillbirth Care nach Helga Schmidtke entwickelte sie eine flächendeckende Fortbildung für Sternenbegleiterinnen und Sternenbegleiter im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam mit Anja Lehnertz, Krankenschwester, Hebamme und Dozentin bei Stillbirth Care nach Helga Schmidtke, stellt sie Konzept und Ziel von Stillbirth Care vor.

Thema:

  • Geburt

08:00 - 10:30
  • Thomas Langer

    Interaktives Seminar, geeignet als jährliches Notfalltraining für Hebammen mit und ohne Erfahrung. Im Anschluss an Theorie und praktische Übungen trainieren wir effektive Notfallmaßnahmen unter realitätsnahen Bedingungen. Wissenschaftliche Grundlage ist der neue internationale „Consensus on Science“ der ILCOR mit aktualisierten Inhalten.

Thema:

  • Notfall

  • Thomas Langer

    Interaktives Seminar, geeignet als jährliches Notfalltraining für Hebammen mit und ohne Erfahrung. Im Anschluss an Theorie und praktische Übungen trainieren wir effektive Notfallmaßnahmen unter realitätsnahen Bedingungen. Wissenschaftliche Grundlage ist der neue internationale „Consensus on Science“ der ILCOR mit aktualisierten Inhalten.

Thema:

  • Notfall

  • Denize Krauspenhaar, Patricia Gruber

    Worum geht‘s beim Simulationstraining? Warum ist das Phantom alleine nicht mehr „gut genug“? Und was heißt eigentlich „simulieren“? Wer ist Mama Natalie und was macht ihr Baby, die kleine Neo? Wozu braucht eine Hebamme eine Action-Cam? Wer wissen möchte, was sich hinter dieser merkwürdigen Ankündigung verbirgt, kommt einfach dazu und spielt mit.

Thema:

  • Notfall

09:00 - 10:30
  • Centering-Group Prenatal Care (auf Englisch)

    Vanessa Tilp | Der englische Vortrag wird simultan übersetzt

    Despite the widespread use of prenatal care, the evidence for its effectiveness remains questionable. Group prenatal care is an alternative to the traditional patient-provider visits. The University of California, San Francisco offers Centering Pregnancy as an alternative approach to pregnancy care for both low-risk and high-risk patients. We will discuss the basic format of Centering Pregnancy as provided at UCSF and the benefits to both expecting families and prenatal care providers.

  • Ambulante Wochenbettbetreuung

    Susanne Simon, Friederike zu Sayn-Wittgenstein

    In einer qualitativen Forschungsarbeit wurden Sichtweisen und Erfahrungen von freiberuflich arbeitenden Hebammen zu ihrer Tätigkeit in der aufsuchenden Wochenbettbetreuung erhoben und analysiert. Basierend auf diesen Ergebnissen werden im Vortrag wesentliche Aspekte der beruflichen Praxis aus der Perspektive von Hebammen dargestellt.

  • Wochenbett: Anforderungen – Konzepte – Qualitätskriterien

    Daniela Erdmann

    Der Vortrag widmet sich den Anforderungen, die an die Hebamme gestellt werden. Welche Qualitätskriterien müssen in der professionellen Wochenbettbetreuung erfüllt sein? Welche (neuen) Konzepte stehen den Frauen, Familien und Hebammen zur Verfügung? Welche Chancen und Risiken bergen diese Konzepte?

  • Innovative Versorgungsmodelle in der Hebammenarbeit

    Maria Jacobi

    Für Versorgungslücken im Betreuungsbogen von Hebammen müssen Konzepte entwickelt werden, wie Hebammenversorgung in Zukunft organisiert werden kann – interprofessionell, sektorübergreifend und so, dass Hebammen mit Freude langfristig in ihrem Beruf arbeiten wollen! Seit 2018 arbeitet eine Arbeitsgruppe aus Expertinnen des DHV und der DGHWi an der Entwicklung von innovativen Versorgungsmodellen und hat erprobte Versorgungsformen recherchiert sowie Ziele und visionäre Ideen entwickelt.

Thema:

  • Wochenbett

  • Martina Kruse

    Viele Frauen zeigen nach einer Geburt Symptome, die einer posttraumatischen Belastungsstörung zugerechnet werden können. Gleiches gilt für Hebammen, die sehr schwierige Geburten begleitet haben. Im Workshop werden die Teilnehmerinnen sensibilisiert für die Folgen und Auswirkungen von Trauma auf Mutter, Kind und sich selbst, lernen praktische Möglichkeiten der Unterstützung kennen und erfahren die Bedeutung der Selbstfürsorge.

Thema:

  • Geburt
  • Schwangerschaft
  • Wochenbett

  • Stillen – aktuelle wissenschaftliche Fakten

    Christine Wehrstedt

    Die Überlegenheit des Stillens und der Muttermilchernährung werden immer weiter wissenschaftlich untermauert. Der Vortrag führt in den Begriff der Epigenetik ein und gibt einen Überblick über Forschung in den Bereichen Zusammenspiel von Stillen und Diabetes, Gewichtsentwicklung, Einfluss auf die Gehirnentwicklung, Darmgesundheit sowie Auswirkung sozialer Aspekte auf den Stillerfolg.

  • Zufüttern? Dann bitte stillfreundlich und brustnah!

    Susanne Henzler

    Der Start des Stillens ist durch Kinder, die zu früh geboren werden, interventionsreiche Geburten oder mütterliche und kindliche Erkrankungen oft erschwert. Innerhalb der Betreuung in der frühen Stillzeit kommen wir deshalb häufig in die Situation, dass trotz deutlichen Stillwunsches der Mutter das Neugeborene zugefüttert werden sollte. Um eine stillfreundliche Methode anzubieten, ist die brustnahe Zufütterung eine kluge Alternative.

Thema:

  • Stillen und Ernährung

  • Werden Schwangere in Deutschland überversorgt?

    Rainhild Schäfers

    Die Schwangerenvorsorge in Deutschland ist ein für Schwangere kostenfreies Angebot des Gesundheitssystems und durch die Mutterschafts-Richtlinien (MuRiLi) in Inhalt und Umfang gut reglementiert. Dennoch hat sich im Rahmen der Schwangerenvorsorge ein umfangreiches Angebot an Leistungen jenseits der Mutterschafts-Richtlinien entwickelt. Vortrag über eine Studie über Umfang und Gründe, warum Schwangere Leistungen jenseits der MuRiLi in Anspruch nehmen.

  • Leitlinien und Hebammenarbeit – passt das zusammen?

    Mirjam Peters

    Was genau sind Leitlinien und wozu sind sie da? Muss ich mich daran halten? Wo finde ich relevante Leitlinien? Im Vortrag werden diese und andere Fragen leicht und verständlich beantwortet. Es wird berichtet, wie Leitlinien entstehen, welche Möglichkeiten Hebammen haben, um daran mitzuwirken, und welche Rolle die Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e. V. dabei spielt.

Thema:

  • Schwangerschaft
  • Wochenbett

  • Maria Zemp, Ute Petrus

    Hebammen sind geübte Krisenhelferinnen – auch im Fall von Gewalt und Trauma können sie den weiteren Verlauf der Schwangerschaft, der Geburt und der Mutter-Kind-Beziehung entscheidend beeinflussen. Eine „Stress- und Traumasensible Haltung“ gibt eine sichere Orientierung und achtet dabei die Grenzen der Hebammen. Im Workshop werden die vier Kernprinzipien der „Stress- und Traumasensiblen Haltung“ eingeübt und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt.

Thema:

  • Geburt
  • Gemischte Themen
  • Schwangerschaft
  • Wochenbett

  • Veronika Bujny, Hilke Schauland, Silke Noltemeyer, Heike Schiffling

    Zu Vergütung, Personalakquise, Arbeitszeiten/Schichtmodellen, hebammengeleitetem Arbeiten und Aspekten der praktischen Arbeit wird mit der World-Café-Methode gearbeitet. So können Ziele und Forderungen entwickelt und, wenn möglich, entsprechende Adressaten benannt werden. Die Ergebnisse dienen den Landesverbänden und der Beirätin für den Angestelltenbereich als Grundlage der weiteren Bearbeitung. Eine weitere Einbindung in bestehende Arbeitsgruppen ist möglich.

Thema:

  • Politik

  • Frank Klink

    94 Prozent der Eltern von Kleinkindern haben Angst davor, im Notfall etwas falsch zu machen. In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie als Hebamme selbstständig Kindernotfallkurse anbieten können. Themen: personelle und materielle Voraussetzungen, Inhalte eines Kindernotfallkurses, das Notfall-ABC-Konzept, Erfahrungsberichte, Unterstützungsangebote bei der Umsetzung.

Thema:

  • Notfall

  • Sabine Striebich, Elke Mattern

    In diesem Workshop wird thematisiert, wie Hebammen Schwangeren mit großer Angst vor der Geburt eine positive Geburtserfahrung und langfristige Zufriedenheit ermöglichen können. Er ist so geplant, dass die Teilnehmerinnen ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Wissensbedürfnisse aktiv einbringen können.

Thema:

  • Schwangerschaft

  • Claudia Rheinbay, Tino Hentrich

    Siehe „WS 7“ auf Seite 37

Thema:

  • Notfall

  • Peggy Seehafer

    Geburtsverletzungen lassen sich bei einer vaginalen Geburt nicht immer vermeiden, bei über der Hälfte aller Gebärenden kommt es zu einer nahtpflichtigen Dammverletzung. Die Betreuung während der Heilung im Wochenbett obliegt fast ausschließlich den Hebammen. Dabei können Probleme auftauchen. Der Vortrag zeigt auf, wie Hebammen Frauen ermächtigen können, sich nachhaltig um ihre Beckenbodengesundheit zu bemühen.

Thema:

  • Wochenbett

  • Geschlechtsidentität – Selbstbestimmung von Anfang an!

    Fee-Alin Angetter, Florian Albrecht

    Jeden Tag kommt in Deutschland durchschnittlich ein intergeschlechtliches Baby auf die Welt. Diese können aufgrund ihrer biologischen Merkmale weder der Kategorie „weiblich“ oder „männlich“ zugeordnet werden. Teilweise werden sie noch heute nach der Geburt durch Operationen „angepasst“, um einem bestimmten Geschlecht zu entsprechen. Wenn Sie als Hebamme wissen möchten, wie Geschlecht sozial konstruiert wird und was der Ausdruck ‚heteronormative Zweigeschlechtlichkeit‘ beinhaltet, dann sind Sie in diesem Workshop genau richtig. Wir werden darauf eingehen, was Intergeschlechtlichkeit biologisch und gesellschaftlich bedeutet; was es heißt, als intergeschlechtliche Person in Deutschland zu leben und wie die rechtliche Situation intergeschlechtlicher Kinder aussieht. Außerdem wollen wir zusammen darüber sprechen, wie die physische Integrität von Neugeborenen und Kindern geschützt werden kann. Lernen Sie geschlechtliche Vielfalt kennen, dann können Sie dabei helfen, Benachteiligung und Diskriminierung gegenüber intergeschlechtlichen Menschen zu minimieren, indem Sie ihr neu erlerntes Wissen an Eltern weitergeben.

10:30 - 11:00

Kaffeepause

11:00 - 12:30
  • Hebammen zurück in die Kreißsäle! Aber wie?

    Kerstin Bringmann, Michaela Evans, Michael Abou-Dakn, Andrea Ramsell, DKG- Deutsche Krankenhausgesellschaft NN

    Immer weniger Hebammen haben Lust, Kraft, Energie oder den Wunsch, als angestellte Hebamme im Kreißsaal zu arbeiten. So verlieren wir die Geburtshilfe mehr und mehr – und damit unser Kerngeschäft. Was ist nötig, damit junge und auch gestandene Hebammen wieder angestellt in Kreißsälen arbeiten können und wollen? Darüber diskutieren wir.

Thema:

  • Politik

WS 20

(Fortsetzung von 9.00)

Thema:

  • Geburt
  • Schwangerschaft
  • Wochenbett

  • Geburtshilfliche Interventionen – Auswirkungen auf Stillen und Laktation

    Bärbel Basters-Hoffmann

    Nur etwa acht Prozent aller Geburten mit geringem Geburtsrisiko verlaufen ohne medizinische Interventionen. Wo beginnt Intervention? Welche Fallstricke lauern in unserer routinierten Kommunikation? Was haben schwere Geburten und medizinische Interventionen, was hat eine medikalisierte Geburtshilfe mit dem Stillbeginn und dem Stillerfolg zu tun?

  • Stillstart nach Sectio

    Bettina Kraus

    Seit 2014 evaluieren wir das frühe Stillverhalten der Wöchnerinnen unter besonderer Berücksichtigung des Geburtsmodus. Welchen Einfluss hat die primäre und sekundäre Sectio auf den Stillbeginn? Wir stellen die vorläufigen Ergebnisse unserer Auswertung vor und gehen den Fragen nach: Wie können Frauen nach Sectio optimal im Stillwunsch begleitet werden? Welche Standards sollten greifen und welche Informationen müssten – auch vor einer geplanten Sectio – mit der Frau ausgetauscht werden?

Thema:

  • Stillen und Ernährung

  • Beratung beim frühen Schwangerschaftsverlust

    Mirjam Peters

    Immer häufiger begleiten Hebammen Schwangere auch in der Frühschwangerschaft und kommen dabei in Kontakt mit Schwangerschaftsverlusten (FSV). Medizinisch ist der FSV meist unkompliziert, für die Frauen hingegen häufig ein einschneidendes Lebensereignis. Es gibt drei medizinisch gleichwertige Behandlungsoptionen: abwartendes, operatives und medikamentöses Vorgehen. Im Vortrag werden die Vor- und Nachteile auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse vorgestellt.

  • ­Wie Frauen ihr Kind bis zum rechten Zeitpunkt im Bauch tragen können

    Rupert Linder

    Bei der Betreuung von Frauen mit Risikoschwangerschaft spielen ihre – auch vorgeburtlichen – Erfahrungen oft eine große Rolle. Wie kann die Frau, die im Falle einer drohenden Frühgeburt in Stress kommt, unterstützt werden, mit den eigenen Gefühlen in eine neue Balance zu kommen? Wie kann erreicht werden, dass die Kinder damit nicht belastet werden? Vortrag mit neuen Erkenntnissen des OPERA-Netzwerkes (Optimal Pregnancy Environment Risk Assessment).

  • 20 Jahre QUAG-Arbeit

    Anke Wiemer

    Der Vortrag über die „Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe“, QUAG e. V., bietet eine Übersicht über 20 Jahre Arbeit (Gründung 1999) und Ergebnisse der betreuten Geburten, einen berufspolitischen Einblick und Ausblick zur QUAG-Arbeit. Weitere Themen sind die Selbstverwaltung (QUAG und ihre QM-Aufgaben) sowie Geburtenzahlen für geplante Hausgeburten/HgE-Geburten seit 1999.

Thema:

  • QM
  • Schwangerschaft

WS 21

(Fortsetzung von 9.00)

Thema:

  • Geburt
  • Schwangerschaft
  • Wochenbett

WS 22

(Fortsetzung von 9.00)

Thema:

  • Politik

  • Daniela Erdmann

    Wie können sich Hebammen zusammentun? Qualitätszirkel (QZ) sind in den letzten Jahren ein häufig genutztes Instrument zur Qualitätssicherung geworden. Was ist die Definition? Wie wird so ein Zirkel aufgebaut? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein und wie werden die Ziele formuliert? In diesem Workshop beantworten wir gemeinsam diese Fragen. Sie bekommen Rüstzeug, um einen eigenen QZ zu starten, der geeignet ist, als Fortbildung anerkannt zu werden.

  • Gertrud M. Ayerle und Studienteam

    Im Workshop (Teil 1) wird die Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ vorgestellt, die derzeit in 12 Kliniken umgesetzt wird. Sie prüft, ob ein alternativ ausgestatteter Gebärraum in der Klinik (kein zentrales Kreißbett, jedoch Hilfsmittel zur Förderung der Mobilität/aufrechten Körperhaltung) dazu beiträgt, die Rate an vaginalen Geburten zu erhöhen. Es werden mit den Teilnehmenden drei Perspektiven diskutiert: die Konzeption der Intervention; die Einwilligung und Randomisierung und die Ergebnismaße.

Thema:

  • Geburt

Neu: WS 54

(Fortsetzung von 9.00)

  • Astrid Giesen

    Das Audit ist kein Hexenwerk. Aber vielleicht ist es einfacher, es beim ersten Mal nicht alleine zu machen. In diesem Workshop erläutere ich anhand des Handbuches des DHV nach der DIN EN ISO 2015, wie ein Audit durchgeführt wird. Kolleginnen mit anderen Systemen können ebenfalls teilnehmen. Bitte bringen Sie Ihr QM-Handbuch und Ihre Fortbildungsnachweise mit.

Thema:

  • QM

11:00 - 12:30
  • Ulrike von Haldenwang, Mechthild Paul

    Der Hebammenmangel führt auch zu einem Mangel an Familienhebammen. Was bedeutet das für uns? Wie können wir sicherstellen, dass auch Familien, die besonders belastet sind, von einer Hebamme begleitet werden? Wie kann eine Zusammenarbeit mit den Akteurinnen der Frühen Hilfen gelingen? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden?

  • Impulsvortrag

    Martina Schlüter-Cruse

    Mit einem Impulsvortrag aus der Doktorarbeit „Die Kooperation freiberuflicher Hebammen im Kontext Früher Hilfen“

Thema:

  • Politik

  • Entfällt: Die Hebamme in der Literatur

    Simone Sauer-Kretschmer

    Vortrag über zentrale Stationen der Hebamme als literarische Figur einschließlich dem speziellen Wissen, das mit der in aller Regel weiblichen Geburtshilfe in den Text einkehrt. Neben literarischen Texten von Enzensberger bis Mo Yan geht es um die philosophischen Stationen der Natalitätsphilosophie. Wie haben sich die Vorstellungen vom Lebensanfang und der Begleitung Kreißender durch Hebammen mit der Zeit verändert? Den Schluss bilden aktuelle Medienformate wie die Doku „One Born Every Minute“, Serien wie „Call the Midwife“ und Filme.

  • Wer bin ich als Hebamme? – Zeit für Identität

    Monika Kraienhemke

    Hebammen reagieren auf die unterschiedlichen Anforderungen von Hebammenbetreuungsmodell und Geburtsmedizin im klinischen Setting mit einem Wechsel der beruflichen Identität. Die bewusste Beschäftigung mit dem Thema Hebammenidentität bietet die Möglichkeit, diesen Prozess der Identitätsbildung aktiv zu gestalten und damit auch nachfolgenden Hebammenkolleginnen eine Orientierung für das eigene berufliche Selbstverständnis zu ermöglichen.

Thema:

  • Bildung

  • Birgit Dreier-Blanken, Heike Sielaff, Christine Sellschopp

    Die NEST-Materialien wurden in Kooperation mit der Stiftung Pro Kind und dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen in leichter Sprache entwickelt. Wir zeigen, wie wir das Material in unserem Berufsalltag einsetzen. Dieser Workshop richtet sich an alle Hebammen. Er soll helfen, aus der Fülle der NEST-Materialien passende Arbeitsblätter für die Arbeit mit Schwangeren und das Wochenbett auszuwählen. Familienhebammen bekommen wertvolle Anregungen, die NEST-Materialien in ihrer Arbeit einzusetzen.

Thema:

  • Beratung/Kommunikation

  • Christiane Schwarz

    Die Reanimation eines Neugeborenen ist glücklicherweise selten nötig. Daher müssen Maßnahmen zur Stabilisierung eines Kindes mit Startschwierigkeiten immer wieder trainiert werden, um im Notfall angemessen reagieren zu können. In diesem Kurzworkshop wiederholen und üben wir die Grundlagen der Erstversorgung eines Neugeborenen mit Startschwierigkeiten.

Thema:

  • Notfall

  • Claudia Rheinbay, Tino Hentrich

    Für Piloten ist das Trainieren von Notfällen alltäglich. In kleinen Teams trainieren wir geburtshilfliche Notfälle, um die Sicherheit von Mutter und Kind bei Notfällen in der Geburt zu erhöhen. Inhalt: Simulationstraining von zwei geburtshilflichen Notfällen, Anwendung von fachlichem Wissen und Können unter Stress, Kommunikationsverhalten, konstruktive Feedbackkultur im Team

Thema:

  • Notfall

12:30 - 14:30

Mittagspause und Lunchsymposium

13:00 - 13:45
  • Elisabeth Linka, Inge Volz

    Spritziger Cocktail in der Mittagspause. Zutaten: Atmen, Tönen, Lachen, Tanzen. Wirkung: entspannt, erfrischt, belebt, aktiviert. Frei von unerwünschten Nebenwirkungen. Gemixt werden Elemente aus Lachyoga, Tanz und heilsamem Singen. Neben dem persönlichen Nutzen im Kongressgeschehen eignet sich dieser Cocktail auch für die Anwendung bei Geburtsvorbereitung und Rückbildungsgymnastik.

Thema:

  • Bildung

14:30 - 16:00
  • Yvonne Bovermann, Gerhard Igl, Thomas Ufer

    Nach über 30 Jahren steht eine große Reform des Hebammenberufsgesetzes an. Die Ausbildung soll in Zukunft vollständig an die Hochschulen überführt werden. Viele Hebammen fragen sich, welche Auswirkungen das für sie haben wird. Wird sich etwas ändern, an der Berufsausübung, oder an der Bezahlung? Was gewinnt der Berufsstand, wenn die neuen Kolleginnen zukünftig alle ein wissenschaftlich-basiertes Hochschulstudium als Basis für ihre Berufstätigkeit haben? Und wird es Regelungen geben, damit Hebammen mit altrechtlicher Ausbildung nicht abgehängt werden? In den Vorträgen wird über die Forderungen des DHV und den aktuellen Stand informiert. Zudem wird dargelegt, wie sich die Akademisierung auf den Berufsstand auswirken kann, und in welcher Weise gesetzliche Lösungen wie der Nachträgliche Titelerwerb dazu beitragen können, dass auch in Zukunft das Gleichwertigkeitsgefühl unter den Hebammen erhalten bleibt.

  • Hebammenausbildung und hochschulische Qualifikation - Voraussetzungen und Wirkunge

    Gerhard Igl

    Die Ausbildung der Hebammen und Entbindungspfleger steht vor einem entscheidenden Schritt: Als erster anderer als ärztlicher Heilberuf werden Hebammen und Entbindungspfleger ab Anfang 2020 nur hochschulisch qualifiziert werden. Die Bundesregierung und der Gesetzgeber, die ansonsten der alleinigen hochschulischen Qualifikation von anderen als ärztlichen Heilberufen eher distanziert gegenüberstehen, sehen sich aufgrund der Änderung der Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (Richtlinie 2005/36/EG) durch die Richtlinie 2013/55/EU aufgefordert, dieser Änderung in der Ausbildung bis zum 18. Januar 2020 nachzukommen. In der Bundesrepublik Deutschland sind in mehreren Modellvorhaben zur Erprobung hoch-schulischer Ausbildungen bei den Hebammen und Entbindungspflegern wie auch bei anderen Heilberufen die Voraussetzungen und möglichen Wirkungen einer hochschulischen Ausbildung erkundet worden. Auf dem Gebiet der Pflegeberufe ist mit dem Gesetz über die Pflegeberufe ab 2020 die Möglichkeit eröffnet worden, auch eine hochschulische Ausbildung durchzuführen. Daneben soll aber, anders als bei den Hebammen, die berufliche Ausbildung weiter bestehen. Für die Hebammen ergibt sich deshalb die Besonderheit, dass sie künftig nur hochschulisch qualifiziert werden sollen. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Abstracts ist der entsprechende Gesetzentwurf zur Reform der Hebammenausbildung noch nicht bekannt. In dem geplanten Beitrag soll auch auf diesen Gesetzentwurf eingegangen werden, wenn er zum Zeitpunkt des Deutschen Hebammen Kongresses vorliegt.

  • Der Prozess der Akademisierung der Hebammenausbildung – Möglichkeiten und Grenzen für die Gleichbehandlung von bislang außerhochschulisch erworbenen Aus-bildungsabschlüssen

    Thomas Ufer

    Bereits vor Jahren hat der Wissenschaftsrat die Empfehlung zur Akademisierung der Gesundheitsfachberufe abgegeben. Passiert ist in der Zwischenzeit zwar Einiges; eine generelle Entscheidung ob der (Teil- oder Voll-) Akademisierung steht derzeit jedoch in Deutschland noch aus. Eine akademische Berufsausbildung – auch für den Beruf der Hebamme – wird vielmehr im Rahmen von Modellklauseln erprobt. Auf EU-Ebene sieht es die Berufsanerkennungsrichtlinie – nach der Lesart vieler Stimmen – vor, dass jedenfalls die Ausbildung von Hebammen vollständig an Hochschulen zu überführen ist. Dabei bleibt allerdings offen, wie mit nach bisheriger Rechtslage – „altrechtlich“ (außerhalb von Hochschulen) – ausgebildeten Hebammen verfahren werden soll, sowohl hinsichtlich einer zukünftigen Berufsausübung als auch einer etwaigen Nachqualifizierung/-aka­demisierung. Vorbild hierfür könnten die Regelungen in der Schweiz bieten, welche einen nachträglichen Titelerwerb auch für „altrechtlich“ ausgebildete Hebammen ermöglichen. Derartige Nachqualifizierungen sind – wie zu zeigen ist – auch dem deutschen Recht nicht grundsätzlich fremd, sei es im Rahmen der Anerkennung von Studienabschlüssen anlässlich der (Wieder-) Vereinigung beider deutscher Staaten, sei es für „Nachgraduierungen“, wie sie – in deutschen Bundesländern – bei Umstellung von dortigen Ausbildungen an Akademien auf ein akademisches Studium vorgenommen wurden, sei es etwa in Zusammenhang mit der Abschaffung des Berufs des Dentisten und deren Anhebung auf die Stufe der Zahnärzte. Einer solchen Ausgestaltung für altrechtlich ausgebildete Hebammen stünden daher keine Rechtsgründe entgegen; vielmehr stünde es dem Gesetzgeber offen, entsprechende Angeboten zur Nachqualifizierung in Form der Schaffung von Übergangsvorschriften anzuerkennen, bei deren Absolvierung eine materielle Gleichwertigkeit erreicht werden kann zwischen alt- und neurechtlich ausgebildeten Hebammen, also eine Niveaugleichheit ungeachtet der durchlaufenen (und differenten) Ausbildungen.

Thema:

  • Bildung

  • Die maternale Gesundheit von Frauen mit Fluchterfahrung

    Anne Kasper

    Etwa ein Drittel der in Deutschland schutzsuchenden Menschen ist weiblich. Etwa die Hälfte dieser Frauen ist im gebärfähigen Alter. Geflüchtete schwangere Frauen haben nicht nur aufgrund ihrer Schwangerschaft einen besonderen Versorgungsbedarf. Erfahrungen und Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Fluchtprozess können eine zusätzliche physische und psychosoziale Belastung in dieser besonderen Lebensphase darstellen.

  • Human Rights in Childbirth „HRiC”: internationale Initiativen und Kampagnen

    Ute Lange

    Die Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte rund um die Geburt spielen auch in der Arbeit von Hebammen sowie Ärztinnen und Ärzten eine immer größere Rolle. Weltweit werden die relevanten Aspekte unter dem Begriff „Human Rights in Childbirth“ (HRiC) diskutiert. National und international gibt es viele Initiativen, die sich mit Menschenrechten in der Geburtshilfe beschäftigen. Diese klagen menschenrechtsverletzende Praktiken an, diskutieren aber auch Lösungen für eine würdevolle Geburtshilfe.

Thema:

  • Beratung/Kommunikation

  • Aleyd von Gartzen, Edith Gätjen, Utta Reich-Schottky

    Die Empfehlungen zum „richtigen“ Zeitpunkt des Beikostbeginns sind heiß umkämpft. Wie wurden und werden die unterschiedlichen Empfehlungen jeweils begründet? Welche wissenschaftlichen und sonstigen Erkenntnisse gab und gibt es dazu? Wie werden diese bewertet? Auf dem Podium werden unterschiedliche Positionen vertreten, um diese Fragen unter Einbeziehung des Publikums zu diskutieren.

Thema:

  • Stillen und Ernährung

  • Kristeller- Handgriff: die Gewalt in der Geburtshilfe muss ein Ende haben!

    Ulrike Harder

    Der Vortrag macht auf die Folgen des Kristellerns für Mutter und Kind aufmerksam und ruft dazu auf, vom Fundus-Druck abzuraten und risikoreiche Techniken zu untersagen. Des weiteren werden alternative Maßnahmen in der Austreibungsphase vorgestellt, damit die Anwendung dieses übergriffigen Handgriffs auch in Deutschland endlich beendet wird.

  • Niedrige Sectiorate an einem Level-1-Haus

    Susanne Schrey-Petersen

    Das Level-1- oder Perinatalzentrum verfügt über ein speziell ausgebildetes Team von Geburtshelferinnen und -helfern, Kinder- und Narkoseärztinnen und -ärzten. Trotz des hohen Anteils an Risikogeburten, zum Beispiel Frühgeborene in Beckenendlage oder Drillinge, kann insgesamt eine niedrige Sectiorate erreicht werden. Damit führt die Betreuung von Schwangerschaften entgegen der Wahrnehmung, die teilweise in der Bevölkerung existiert, eher zur Senkung der Sectiorate.

Thema:

  • Geburt

  • Bettina Berg

    Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege e.V. hat 2018 in Kooperation mit dem DHV Unterrichtsmodule zur Mundgesundheit von Mutter und Kind entwickelt. Im Workshop lernen die Teilnehmenden das Konzept, die Hauptinhalte und die neuen Materialien kennen.

Thema:

  • Stillen und Ernährung

  • Alle machen mit: Simulationstrainings im Kreißsaal – Team etablieren

    Claudia Rheinbay

    Wie etabliert man Simulationstrainings im eigenen Kreißsaal und im eigenen Team? Darüber möchten wir uns mit Ihnen austauschen, von eigenen Erfahrungen berichten und neue Impulse aus anderen Kliniken bekommen.

  • Kreißsaal-Koordination

    Heike Molter

    Durch Schließung kleinerer geburtshilflicher Abteilungen kommt es zunehmend zu einer Zentralisierung an den verbleibenden Häusern. Eine Kreißsaal-Koordination kann hier einen wirkungsvollen Lösungsbeitrag leisten. Der Vortrag befasst sich mit den einzelnen Schritten von der Idee zur Umsetzung

  • Die MFA im Kreißsaal – eine Unterstützungsmöglichkeit

    Doris Knorr

    Im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke haben wir überlegt, welche der vielen Tätigkeiten außerhalb der Geburtsbegleitung von einem anderen Personenkreis übernommen werden kann. Nun haben wir seit einigen Jahren Unterstützung durch medizinische Fachangestellte in fast jeder Schicht – ein Erfahrungsbericht.

  • Überleben im Haifischbecken gesichert! - Von der ( aussichtslosen ) Konkurrenz zum Alleinstellungsmerkmal.

    Alexandra Daum

    Wir, die Hebammen des KKH Bergstrasse, befanden uns 2016 in einer prekären Lage. Unser Hebammenteam war auf verfügbare 4,1 Stellen geschrumpft, wir hatten mit sinkenden Geburtenzahlen zu kämpfen und wussten nicht, ob unser neuer Krankenhausträger unseren Kreißsaal überhaupt aufrecht erhalten wollte. Dazu kommt, dass wir im Umkreis von 30 km mit einer Konkurrenz von vier Level 1 Häuser und zwei kleineren Krankenhäuser ( davon ein Haus mit Belegärzten ) zu kämpfen haben. Was tun ?!?

Thema:

  • Politik

  • „Sie haben doch hier gar nichts zu sagen! – Oh doch!“

    Gesa Niggemann-Kasozi

    Im Workshop werden Möglichkeiten einer mutigen, wertschätzenden und zielführenden Kommunikation im Dialog mit Chefs und Chefinnen in hierarchischen Situationen erarbeitet – gerade wenn das Gefühl besteht, nichts (mehr) zu sagen zu haben.

Thema:

  • Beratung/Kommunikation

  • Lesley Ann Page

    There is strong evidence that midwifery led care, the creation of autonomous evidence-based midwifery practices working in an effective system of care, with pathways for referral, will result in better outcomes, saving lives and improving quality of care. In this workshop we will work to agree strategy for midwifery led care based on the evidence. The workshop will result in an agreed agenda for change.

Thema:

  • Politik

  • Sigrid Schlecht-Reichert

    Im Workshop reflektieren wir die Unterschiede in der Selbst- und Fremdwahrnehmung und erarbeiten anhand von konkreten Situationen verschiedene Reaktionsmöglichkeiten. Sie stärken Ihre kommunikativen Fähigkeiten und aktivieren Persönlichkeitsanteile, die Sie für eine erfolgreiche, zielorientierte Kommunikation einsetzen können.

Thema:

  • Beratung/Kommunikation

  • Ulrike von Haldenwang, Nadine Glade

    Der Workshop ist eine Einführung in das Thema Diversity und soll Lust machen, sich weiter damit auseinanderzusetzen. Diversity bedeutet Vielfalt von Menschen und Lebensformen und ist die Wertschätzung jeglicher Differenz und die Entdeckung von Gemeinsamkeiten. Die Übungen unterstützen einen Perspektivwechsel und befähigen uns, unsere eigenen Sichtweisen zu reflektieren und angemessene Handlungsstrategien für alltägliche Situationen zu entwickeln.

Thema:

  • Beratung/Kommunikation

  • Christiane Schwarz

    Die Reanimation eines Neugeborenen ist glücklicherweise selten nötig. Daher müssen Maßnahmen zur Stabilisierung eines Kindes mit Startschwierigkeiten immer wieder trainiert werden, um im Notfall angemessen reagieren zu können. In diesem Kurzworkshop wiederholen und üben wir die Grundlagen der Erstversorgung eines Neugeborenen mit Startschwierigkeiten.

Thema:

  • Notfall

  • Renate Egelkraut

    Mit Hilfe von Mutterpass-Kopien und Fallbeispielen gehen wir mögliche Verläufe, notwendige Interventionen und Therapieansätze bei Gestationsdiabetes (IGDM oder DGDM), HES, vorzeitigen Wehen/möglicher Frühgeburt, Mehrlingen und SGA/Plazentainsuffizienz durch. Theoretische Grundlagen und neue Erkenntnisse werden vorgestellt.

Thema:

  • Schwangerschaft

  • Christiane Borchard

    Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen und ihre postpartalen Folgen für Körper und Seele sind vielseitig, und jede Frau leidet anders. Nicht selten fühlen sich die Frauen mit ihren körperlichen und seelischen Beschwerden allein gelassen. Diese Mütter angemessen zu begleiten, ist für Hebammen eine anspruchsvolle Aufgabe.

Thema:

  • Wochenbett

  • Auftragsklärung in der Arbeit mit hochbelasteten Familien

    Barbara Freischütz, Martina Kruse

    Der Workshop gibt einen Überblick über die Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Frühen Hilfen. Wo liegen die Schwierigkeiten der Kommunikation an den Schnittstellen zwischen den verschiedenen Hilfesystemen? Durch die Reflexion der eigenen Rolle und Berufskompetenz soll eine Sensibilisierung für die Grenzen des eigenen professionellen Handelns ermöglicht werden.

Thema:

  • QM

16:00 - 16:30

Kaffeepause

16:30 - 18:00
  • Yvonne Bovermann; Thomas Ufer; Kirsten Kappert-Gonther, Elke Mattern, Regula Hauser

    Große Reformen mit vollständiger Akademisierung sind selten in der Geschichte unseres Landes. In Europa haben die meisten Länder bereits alle Gesundheitsfachberufe auf akademisches Niveau angehoben. Meist gab es für alle Kolleginnen ohne akademischen Abschluss eine Übergangsregelung, damit diese in den Prozess einbezogen wurden. Für Deutschland fordert der DHV den Nachträglichen Titelerwerb, wie er in der Schweiz für alle Berufsangehörigen der Gesundheitsfachberufe eingeführt wurde. Diese müssen eine Weiterbildung absolvieren sowie ein Modul wissenschaftliches Arbeiten, damit sie den Bachelortitel führen dürfen. Lässt sich das Modell auf Deutschland übertragen? Welchen politischen Sinn kann eine formale Gleichwertigkeit für den Berufsstand haben, welche Schwierigkeiten gilt es zu beachten? Die Podiumsteilnehmer werden untereinander pro und contra diskutieren, aber auch Fragen aus dem Plenum sollen berücksichtigt werden.

Thema:

  • Bildung

  • Adipositas in der Schwangerschaft

    Frank Louwen

    Adipositas in der Schwangerschaft ist zu einem relevanten Aspekt in der Schwangerenvorsorge, unter der Geburt im Wochenbett für Mutter und Kind geworden. Die Adipositasrate hat sich in den letzten beiden Dekaden verdoppelt. Perinatale und maternale Morbidität und Mortalität korrelieren mit dem BMI zu Beginn der Schwangerschaft. Fetale Programmierung und Epigenetik verdeutlichen die Bedeutung.

  • Geburtshilfe zwischen Alleingeburt und Wunschkaiserschnitt

    Gregor Seliger

    Zentrales Anliegen der Geburtshilfe ist es, einen natürlichen Vorgang zu begleiten. Damit sieht sich die Geburtshilfe in der öffentlichen Diskussion mit Abwägungen konfrontiert, die sich nicht ausschließlich auf eine erfolgreiche Behandlung oder auftretende Komplikationen beziehen. Für in der Geburtshilfe tätige Hebammen und Ärzte ist es daher unerlässlich, sich bewusst zu machen, dass öffentliche und private Wertvorstellungen die Sicht der einzelnen Schwangeren auf ihre Situation beeinflussen.

Thema:

  • Geburt
  • Gemischte Themen
  • Schwangerschaft

  • Susanne Henzler

    Hypnose unter der Geburt ist heutzutage eine viel beachtete Methode, um Frauen in der Geburtsvorbereitung und unter der Geburt wirkungsvoll und ressourcenorientiert zu begleiten. Der Vortrag vermittelt neben Grundwissen zum Thema hypnosystemischer Kommunikation auch einfache Techniken, die in der Geburtsvorbereitung und in der Geburtsbegleitung angewendet werden können.

Thema:

  • Geburt

  • Versorgung von Schwangeren im Londoner Stadtteil Newham

    Susanne Steppat

    In Großbritannien betreut eine Hebamme in Vollzeit in einer Klinik nur 30 Geburten pro Jahr. Ob das stimmt, haben Lisa Welcland, Ulrike Geppert-Orthofer und ich im August 2018 überprüft. Bericht über einen Besuch im Londoner Stadtteil Newham.

  • Optimierung der ambulanten Hebammenversorgung

    Petra Köhler

    In diesem Vortrag werden die Ergebnisse einer Masterarbeit vorgestellt, die ambulante Hebammenversorgung für alle Bevölkerungsgruppen am Beispiel der Stadt Osnabrück analysiert. Dazu wurden 16 Interviews mit Institutionen und Akteuren des Gesundheitswesens, der Frühen Hilfen, der Flüchtlingshilfe und der Frauen- und Schwangerenberatung geführt, die Kontakt zur ambulanten Hebammenbetreuung haben.

Thema:

  • Politik

  • Sind wir so gut, wie wir denken?

    Anke Wiemer

    Jährlich begleiten Hebammen in den Kreißsälen rund 740.000 und in der Außerklinik rund 11.000 Geburten. Hier sollen die Ergebnisse der Geburtshilfe präsentiert werden, die Perinataldaten aus der Klinik und Außerklinik. Wie lauten die Qualitätsindikatoren für die beiden Bereiche? Wie ist das Outcome von Müttern und Kindern? Welche Aussagen finden sich zur maternalen und neonatalen Mortalität? Kenne ich die hausinterne/eigene Statistik? Wie sind die gesamtdeutschen Ergebnisse?

  • Geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen in NRW

    Andrea Villmar, Nicola H. Bauer, Kristina Luksch

    Die geburtshilfliche Situation in Deutschland ist angespannt. Wir stellen ein Forschungsprojekt vor, in dem alle in NRW wohnenden und tätigen Hebammen befragt werden. Die Studie soll eine repräsentative Darstellung der aktuellen Situation von Hebammen in NRW darlegen. Zudem wird erfasst, welche Faktoren die Berufsausübung von Hebammen beeinflussen.

Thema:

  • Geburt

  • Reinhard Dettmeyer | Moderation: Angelica Ensel

    Nachdem Art und Umfang der Dokumentation beim sogenannten Spätabbruch zum Streitfall geworden sind, erfolgen in Gießen rechtsmedizinische Leichenschauen bei Feten und eine Einsicht in die Krankenunterlagen unter Berücksichtigung der staatsanwaltschaftlichen Vorstellungen zu den Anforderungen an die Dokumentation. Die Ergebnisse der Auswertung werden vorgetragen.

Thema:

  • Geburt

  • Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft (DGHWi)

    In diesem Workshop möchten wir mit Ihnen darüber sprechen, was Hebammenwissenschaft ist und wozu wir sie brauchen, ganz konkret in der alltäglichen Versorgung von Frauen, Kindern und Familien durch Hebammen. Hebammenarbeit in der Versorgung und in der Wissenschaft gehören zusammen und bestimmen mit, wie Frauen, Kinder und Familien Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit erleben

Thema:

  • Bildung

WS 35

(Fortsetzung von 14.30)

Thema:

  • Beratung/Kommunikation

WS 36

(Fortsetzung von 14.30)

Thema:

  • Politik

WS 37

(Fortsetzung von 14.30)

Thema:

  • Beratung/Kommunikation

WS 38

(Fortsetzung von 14.30)

Thema:

  • Beratung/Kommunikation

WS 40

Fortsetzung von 14.30)

Thema:

  • Schwangerschaft

WS 41

(Fortsetzung von 14.30)

Thema:

  • Geburt

  • Patricia Gruber

    Im Workshop soll gezeigt werden, wie eine konstruktive, sachliche und lehrreiche Team-Fallbesprechung durchgeführt werden kann. Anhand einer speziellen Strukturlegetechnik können durch systematisches Analysieren (ähnlich wie bei CIRS) Beinahe-Fehler visualisiert und erkannt, korrigierende Maßnahmen festgelegt und bestenfalls umgesetzt werden.

Thema:

  • QM

WS 43

(Fortsetzung von 14.30)

Thema:

  • Notfall

08:00 - 10:30
  • Thomas Langer

    Interaktives Seminar, geeignet als jährliches Notfalltraining für Hebammen mit und ohne Erfahrung. Im Anschluss an Theorie und praktische Übungen trainieren wir effektive Notfallmaßnahmen unter realitätsnahen Bedingungen. Wissenschaftliche Grundlage ist der neue internationale „Consensus on Science“ der ILCOR mit aktualisierten Inhalten.

Thema:

  • Notfall

  • Thomas Langer

    Interaktives Seminar, geeignet als jährliches Notfalltraining für Hebammen mit und ohne Erfahrung. Im Anschluss an Theorie und praktische Übungen trainieren wir effektive Notfallmaßnahmen unter realitätsnahen Bedingungen. Wissenschaftliche Grundlage ist der neue internationale „Consensus on Science“ der ILCOR mit aktualisierten Inhalten.

Thema:

  • Notfall

  • Denize Krauspenhaar, Patricia Gruber

    Worum geht‘s beim Simulationstraining? Warum ist das Phantom alleine nicht mehr „gut genug“? Und was heißt eigentlich „simulieren“? Wer ist Mama Natalie und was macht ihr Baby, die kleine Neo? Wozu braucht eine Hebamme eine Action-Cam? Wer wissen möchte, was sich hinter dieser merkwürdigen Ankündigung verbirgt, kommt einfach dazu und spielt mit.

09:00 - 10:30
  • Digitale Angebote für Hebammen und Schwangere – eine erste Orientierung

    Ursula Jahn-Zöhrens, Daniela Erdmann, Ann-Kathrin Hirschmüller,Lena Lührmann

    Nahezu im Wochenrhythmus entstehen neue digitale Angebote für Hebammen, Schwangere und junge Mütter. Das Angebot reicht von Terminfindungs-Apps, über Fitness-Angebote bis hin zu Beratungsplattformen für Schwangere. Wie sind diese Angebote zu bewerten? Was steckt hinter den „Geschäftsmodellen“, den Plattformen und ihren Anbietern? Können die Angebote als sinnvoller Service zur Entlastung von Hebammen beitragen? Verändert sich womöglich das Berufs-Bild von Hebammen durch digitale Angebote? Unter welchen Voraussetzungen können sie Schwangeren bzw. Müttern empfohlen werden? Wir wollen mit diesem aktuellen Kongress-Angebot informieren, Ihre Fragen aufnehmen und somit eine erste Orientierung zur Einschätzung und Bewertung digitaler Angebote schaffen.

  • Christiane Schwarz

    Schon seit vielen Jahren ist klar, dass der routinemäßige Einsatz des CTG bei normalen Geburten keinen nachweisbaren Nutzen hat. Im Gegenteil – die vielen Schwierigkeiten bei der Interpretation führen eher dazu, dass weitere Interventionen folgen. So erhöht sich die Kaiserschnittrate und die Wahrscheinlichkeit vaginal operativer Geburten. In vielen internationalen Leitlinien wird daher empfohlen, routinemäßig nur eine systematische, strukturierte Auskultation der fetalen Herztöne durchzuführen. Die Empfehlungen der neuen evidenzbasierten S3-Leitlinie „vaginale Geburt“ werden in Deutschland mit Spannung erwartet.

Thema:

  • Geburt

  • Christine Graf, Klaus Vetter, Anke Weißenborn

    Um Hebammen, Frauen- oder Kinder- und Jugendärztinnen und - ärzten einheitliche Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil an die Hand zu geben, hat das Netzwerk Gesund ins Leben die Handlungsempfehlungen für die Ernährung und Bewegung in der Schwangerschaft entwickelt. Die Empfehlungen wurden in einem Konsensusprozess aktualisiert und erstmalig um die Themen rund um den präkonzeptionellen Lebensstil ergänzt. Im Vortrag wird dieser Prozess vorgestellt und Einblicke in die Neuerungen gegeben.

Thema:

  • Schwangerschaft

  • Ulrike von Haldenwang

    In dieser Sitzung haben Sie die Möglichkeit, fünf verschiedene Familienhebammenprojekte als Beispiele guter Praxis kennenzulernen und mit den Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern ihre Fragen zu diskutieren. Die Sitzung wird in Form eines Learning-Cafés gestaltet.

Thema:

  • Bildung

  • Die häufigsten Fehldiagnosen bei starkem Milchfluss

    Eva Spitznagel

    Ein starker oder schneller Milchfluss bringt nicht selten Probleme mit sich, allerdings werden diese häufig nicht mit der richtigen Ursache in Verbindung gebracht. Anhand vieler Fallbeispiele wird in dem Vortrag ein zu selten erkanntes Phänomen dargestellt. Auch wenn die Ursache zunächst nicht leicht zu beheben ist, können Frauen mit diversen Lösungsansätzen gut unterstützt werden.

  • Stillbegleitung diabetischer Mütter

    Bettina Kraus

    Schon in der Schwangerschaft machen wir Diabetikerinnen das Angebot einer besonderen, individuellen Stillberatung. Themenschwerpunkte beim Vorgespräch sind die sensible Aufklärung über besondere Risiken der Kinder, Bedeutung des Stillens, Bonding und Känguruhen, zu erwartende Blutzuckerkontrollen, „Stillen nach Bedarf?“, Stillzeichen sowie die Gewinnung von Kolostrum. Im Vortrag werden das Projekt und die aktuelle Studienlage vorgestellt. Interessierte Kolleginnen erhalten Ideen für eine mögliche Umsetzung im eigenen Arbeitsbereich.

Thema:

  • Stillen und Ernährung

  • Spontane Entbindung aus Beckenendlage

    Knud Petersen, Michaela Püttmann

    In vielen Kliniken wird die vaginale Beckenendlagengeburt aus verschiedenen Gründen nicht angeboten. Bei bestimmten Kriterien sehen wir in der Geburtshilfe der Gesundheit Nord eher eine relative Indikation zur Sectio bei Beckenendlage. Das Klinikum Links der Weser gibt einen Einblick in die Betreuung einer Schwangeren mit Beckenendlage. Vorgestellt wird der Weg über den Erstkontakt in der Geburtsplanung bis hin zur Geburt.

  • Keine korrekte Diagnostik ohne rektale Untersuchung

    Peggy Seehafer

    Ohne eine rektale Untersuchung können Sphinkterverletzungen, nicht zuletzt hinter einem scheinbar intakten Damm, übersehen werden. Jährlich haben 10.000 Frauen eine Sphinkterverletzung, die sie und ihre Familien unter Umständen für den Rest ihres Lebens beeinträchtigen, wenn sie übersehen und daher ungenügend versorgt werden.

Thema:

  • Geburt

  • Sabine Friese-Berg

    Der affektive Kontakt zu schwangeren Frauen ist eine der starken Ressourcen der praktischen Hebammenarbeit. Mit Herz und Hand kann dabei das Kind in seinem Wachstum, seiner Stellung und Lage beobachtet werden. Gleichzeitig ist es für die Mutter eine körperliche und seelische Erfahrung. Auch der Partner kann beteiligt werden und selbst Kontakt zu seinem Kind aufnehmen. Die pränatale Bindung wird dadurch gefördert. Ein Workshop zu den Leopold-Handgriffen, benannt nach dem Gynäkologen Christian Leopold, die als zentrale Standardmethode zu den körperlichen Untersuchungsmethoden gehören.

Thema:

  • Schwangerschaft

  • Annika Wanierke, Astrid Giesen

    Um die ambulante Hebammenversorgung in der ambulanten Hebammenversorgung sicherzustellen, haben vier Hebammenlandesverbände ein modulares Konzept erstellt. Wir stellen dieses Modell vor und diskutieren mit Ihnen über die Praktikabilität. Wenn Sie von ambulanten Hebammenpraxen oder Kooperationen berichten, können wir einen Ideenpool schaffen, wie die Versorgungslücken geschlossen werden können.

Thema:

  • Politik
  • Wochenbett

  • Gertrud M. Ayerle, Studienteam und Klinik-Hebammen

    Im Workshop (Teil 2) wird die Studie „Be-Up: Geburt aktiv“ aus Sicht der Hebammen vorgestellt, die derzeit in zwölf Kliniken daran teilnehmen. Sie informieren die Frauen/Paare über die Studie, holen ihre Einwilligung ein, teilen sie per Zufall dem alternativen oder üblichen Gebärraum zu und dokumentieren in der Studienakte. Im Workshop beleuchten die präsentierenden Hebammen die Chancen und Herausforderungen der Studie, im alternativen Gebärraum und im Team..

  • Claudia Rheinbay, Tino Hentrich

    Für Piloten ist das Trainieren von Notfällen alltäglich. In kleinen Teams trainieren wir geburtshilfliche Notfälle, um die Sicherheit von Mutter und Kind bei Notfällen in der Geburt zu erhöhen. Inhalt: Simulationstraining von zwei geburtshilflichen Notfällen, Anwendung von fachlichem Wissen und Können unter Stress, Kommunikationsverhalten, konstruktive Feedbackkultur im Team.

Thema:

  • Notfall

  • Originäre Hebammenarbeit leisten beim perinatalen Tod eines Kindes

    Franziska Maurer

    Was befähigt die Mutter, ihr totes Kind zu gebären? Woran orientiert sich die Hebamme, um Geburtshilfe und Krisenbegleitung leisten zu können? Welche Bedeutung kommt dabei dem gekonnten Abwarten und dem Befolgen des physiologischen Kontinuums Elternschaft zu? Der Vortrag soll die begleitenden Hebammen bestärken, sodass sie das „Nichts-mehr-machen-können“ mit aushalten und sachkundig handeln können.

  • Entfällt: Professionelle Begleitung von kleinen Geburten – (k)eine originäre Hebammentätigkeit...?!

    Stephanie Eumann, Kai Schlender

    Die Begleitung von Frauen mit frühem Verlust in der Schwangerschaft stellt komplexe Anforderungen an die Hebamme. Welchen Herausforderungen müssen sich Hebammen stellen und welche Chancen können sie nutzen, wenn sie Frauen in dieser Situation begleiten? Der Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick über die Betreuungs- und Behandlungsoptionen bei Fehlgeburten im ersten Trimester.

Thema:

  • Geburt
  • Schwangerschaft
  • Wochenbett

10:30 - 11:00

Kaffeepause

11:00 - 12:30
  • Hebammenkammer – quo vadis?

    Podiumsdiskussion, Rita Borg Xuereb, Michaela Michel-Schuld, Andrea Villmar ,Kirsten Kappert-Gonther MdB, Franz Wagner

    Die drei Säulen einer starken Hebammenprofession setzen sich laut ICM, dem Internationalen Hebammenverband, aus einer berufsständischen Vertretung, der Aus-/Fort- und Weiterbildung entsprechend aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse als auch durch die Regulierung der Berufsgruppe zusammen. Eine gute berufsständische Vertretung ist in Deutschland durch den DHV gegeben. Die bevorstehende Akademisierung stärkt die Hebammen in ihren Kompetenzen auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Kenntnisse. Bedeutende Aspekte der Regulierung des Hebammenwesens liegen in Deutschland jedoch noch brach. Expert*innen diskutieren gemeinsam verschiedene Regulationsmöglichkeiten und setzen sich mit der Frage auseinander, ob eine Hebammenkammer, diese Lücke schließen kann. Podiumsdiskussion mit: Rita Borg Xuereb | Faculty of Health Sciences, University of Malta, Malta Honorary Associate Fellow Newcastle University, UK Michaela Michel-Schuldt | University of Technology Sydney, Mainz; Andrea Villmar | Hochschule für Gesundheit Bochum Kirsten Kappert-Gonther MdB | Bündnis 90/Die Grünen Franz Wagner | Deutscher Pflegerat e.V. -DPR u. a.

Thema:

  • Politik

  • Vera Triphaus, Johannes Jaklin

    „Nur wer die Hände in den Schoß legt, macht gar keine Fehler“. Folglich besteht für die Hebamme bei ihrer Berufsausübung immer die Möglichkeit einer falschen Entscheidung. Dies kann eine Haftung zur Folge haben. In der Veranstaltung werden anhand von Kasuistiken typische Fehler und Haftungskonstellationen dargestellt. Sodann werden unter Verwendung der Beispiele Präventionsmaßnahmen erarbeitet, die die Fehleranfälligkeit reduzieren können. Es geht also nicht nur darum, Haftungsrisiken aufzuzeigen. Nach der Systematik des Risikomanagements werden vielmehr auch Maßnahmen abgeleitet, die Risiken zu minimieren, um so Lösungswege für eine Erhöhung der Sicherheit rund um die Geburt aufzuzeigen.

Thema:

  • QM

  • Arbeitsunterbrechungen und Multitasking als Belastungsfaktoren

    Julia Hennicke

    Arbeitsunterbrechungen mit wenig relevanten Inhalten und während der Geburtsbetreuung werden von Hebammen als besonders belastend empfunden. Im Vortrag wird eine Untersuchung vorgestellt, die zeigt, dass Bedarf an einer Auseinandersetzung mit den Phänomenen Arbeitsunterbrechungen und Multitasking bei Hebammen und an der Entwicklung von Strategien zur Reduzierung dieser Beanspruchung besteht.

  • Hebammenmangel im Krankenhaus?! – Vorstellung eines Personalbindungskonzepts für Hebammenauszubildende

    Caroline Agricola

    In Deutschland herrscht ein ausgeprägter Fachkräftemangel von Hebammen in der klinischen Geburtshilfe. Die Übernahme von selbst ausgebildeten Hebammen liegt als Lösungsstrategie für die Verhinderung des zukünftigen Personalmangels nahe. Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurde die Sicht von 644 Hebammenauszubildenden auf ihren zukünftigen Arbeitsplatz untersucht. Ein Personalbindungskonzept mit acht Empfehlungen bezüglich der Themen Integration, Vergütung, Geburtshilfe, Personalschlüssel, Flexibilität, Personalservice, Weiterbildung und Sicherheit wurde entwickelt.

  • Weiterbildung Praxisanleitung

    Kristina Luksch, Annette Berthold, Annika Bode, Andrea Villmar, Nicola H. Bauer

    Seit 2011 wurden 158 Praxisanleiterinnen und -anleiter im Studienbereich Hebammenwissenschaft an der Hochschule für Gesundheit in Bochum ausgebildet. Ziel der Weiterbildung Praxisanleitung ist es, die Qualität der praktischen Hebammenausbildung zu fördern und vergleichbar zu machen. Die Teilnehmenden werden befähigt, den Lernprozess der Studierenden aktiv mitzugestalten und eine Identität als Mentorin/Mentor zu entwickeln. Zudem wird die Vernetzung des Erfahrungswissens der Praxisanleiterinnen und -anleiter mit den evidenzbasierten Inhalten der theoretischen Ausbildung verknüpft.

Thema:

  • Bildung

  • Joana Streffing, Melita Grieshop

    Eine akute Entlastung des Personals setzt eine adäquate Personalbedarfsermittlung voraus. Im Vortrag werden die verschiedenen Methoden der Personalbedarfsermittlung wie Leistungs-, Arbeitsplatz- oder Kennzahlenmethode mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt. Daneben werden die aktuellen Kennzahlen zur Personalbedarfsermittlung in Deutschland dargelegt. Außerdem wird darauf hingewiesen, welche zusätzlichen Faktoren betrachtet werden müssen, um eine effektive Personalbedarfsermittlung zu erreichen.

Thema:

  • Wochenbett

  • Was wünschen sich Frauen von Hebammen? – Frauen geben eine Antwort

    Gertrud M. Ayerle, Elke Mattern

    In zehn Fokusgruppen sprachen schwangere Frauen und Mütter, die sehr unterschiedlich waren, über ihre Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche an die gesundheitliche Versorgung durch Hebammen. Sieben Themenbereiche werden vorgestellt: Wissen/Unkenntnis über Hebammenhilfe; Zugang zur Hebamme; Beziehung zur Hebamme; Professionalität der Hebamme; informierte Entscheidungsfindung; Hebammen-Maßnahmen; Versorgungsstruktur.

  • Was wünschen sich Frauen von Hebammen? – Hebammen geben eine Antwort

    Elke Mattern, Gertrud M. Ayerle

    In vier Fokusgruppen wurden Hebammen befragt, um ihre Eindrücke und Erfahrungen von „ihren“ Frauen zu erläutern. Es werden fünf Themenbereiche vorgestellt: Berufsbild & Selbstverständnis; evidenzbasierte Betreuung; Nutzerinnen (Frauen); Mangel an Leistungen; Konflikte für die Frauen. Die Themen informieren über nicht zufriedenstellende Aspekte der gegenwärtigen Hebammenversorgung, die Hebammen frustrieren, aber auch herausfordern.

Thema:

  • Wochenbett

  • Die curriculare Verankerung web-basierter Trainings

    Mirjam Peters, Annette Bernloehr

    Im Bachelorstudiengang Hebammenkunde der Hochschule für Gesundheit Bochum werden web-basierte Trainings eingesetzt, um das Lernen nach Bedarf auszubauen. Dies fördert ein vertieftes Verständnis komplexer, hebammenrelevanter Themen. Eine curriculare Einbindung solcher E-Learning-Elemente ist aber notwendig, um die Studierenden an die Nutzung heranzuführen. Erst die Verknüpfung von Präsenzlehre und E-Learning-Elementen gewährleistet die effektive Nutzung der Angebote und senkt die Hemmschwelle, diese auszuprobieren.

  • Erfahrungen der ersten neun Jahre

    Nicola H. Bauer, Annette Bernloehr, Annette Berthold, Ute Lange, Rainhild Schäfers

    Bis Januar 2020 soll in Deutschland die Akademisierung des Hebammenberufs laut EU-Richtlinie erfolgen. Etliche Herausforderungen mussten seit 2010 an der Hochschule für Gesundheit Bochum bewältigt werden, um eine Fachschulausbildung auf Hochschulniveau zu etablieren. Dies ist gelungen. Zurzeit erfolgt eine Absolventinnenbefragung in NRW, Ergebnisse werden in diesem Jahr erwartet.

Thema:

  • Bildung

  • Reinhard Dettmeyer, Juliane Lang | Moderation: Angelica Ensel

    Schwangerschaftsassoziierte Todesfälle sind in Deutschland sehr selten. Ihre rechtsmedizinische Bearbeitung muss neben der Abklärung natürlicher Todesursachen im Rahmen von Behandlungsfehlervorwürfen auch Aspekte der Begutachtung unter Berücksichtigung der Grenzen der eigenen Kompetenz beachten. Bei der Beurteilung geburtshilflich-funktioneller Abläufe ist ein entsprechendes fachklinisches Gutachten auf der Basis der Krankenunterlagen und der Obduktionsergebnisse unverzichtbar.

Thema:

  • Schwangerschaft

11:30 - 12:30
  • Tatjana Nicin

    Die Hälfte aller verstorbenen Kinder verabschieden sich in den ersten sieben Lebenstagen von uns. In ihrem sehr kurzen Leben verlassen sie die Klinikräume nicht. Das Team steht zwischen Fürsorge und Selbstsorge und wird enorm gefordert. Die Leitsätze wurden interdisziplinär in einer Projektgruppe erstellt und sollen allen Fachleuten, die diese Familien betreuen, Orientierung und Unterstützung bieten und helfen, Sicherheit und Professionalität im Umgang mit einem sterbenden Kind und seinen Angehörigen zu gewinnen.

Thema:

  • Schwangerschaft
  • Wochenbett

  • Altes und Neues zum Qualitätsmanagement für die freiberufliche Hebamme

    Denize Krauspenhaar

    In diesem Jahr wurden zum ersten Mal die Stichproben vom GKV-Spitzenverband zur Einhaltung der Qualitätsvereinbarungen gezogen. Es wurden Kolleginnen aus der Stichprobenziehung vom GKV-Spitzenverband angeschrieben und aufgefordert ihre Nachweise zum QM zu erbringen. Daraus ergaben sich Fragen und Unsicherheiten bei den Kolleginnen. Welche Unterlagen sind wichtig und was muss ich einreichen? Was ist zu tun, wenn nicht alle geforderten Unterlagen vorhanden oder sie unvollständig sind? Auch herrscht Unsicherheit in Bezug auf die Fristenregelung, beispielsweise wenn Leistungen ausgesetzt bzw. das Leistungsspektrum erweitert werden soll. In diesem Workshop erhalten Sie die aktuellsten Informationen rund um Themen wie Qualitätsvereinbarungen, Qualitätsmanagement, QM-System, Nachweise zum QM sowie Versorgungsvertrag. Sie können hier Ihre individuellen Fragen stellen und sich mit Kolleginnen austauschen. Nach dem Workshop steht Ihnen die Dozentin gerne weiterhin für Fragen zur Verfügung.

Thema:

  • QM

  • Anja Constance Gaca, Susanne Mierau

    Der Vortrag zeigt mögliche Gründe auf, warum Babys untröstlich weinen, zum Beispiel Regulationsstörungen, Highneed-Babys, erhöhte Empfindsamkeit, Entwicklungsfrustration, Temperament, sensorische Integrationssörung. Auch werden entsprechende Hilfsangebote vorgestellt und entsprechende Hilfsangebote. Vor allem aber soll die wichtige Rolle der Elternbegleitung in dieser Situation erläutert werden.

Thema:

  • Wochenbett

  • Sexualität und die Nöte von Paaren nach Geburten

    Ingrid Löbner

    Wie können junge Paare, besonders beim ersten, aber auch bei allen weiteren Kindern, trotz Sorge für ihr Baby ihre Liebe als Paar erhalten? Was hilft ihnen, für Intimität und Zeit zu sorgen? Welche Seiten des Lebens machen Sexualität nach Geburten eher schwierig, und was können Hebammen tun, damit Liebe, Intimität und Sexualität des Paares gestärkt werden.

  • Eltern werden – Liebespaar bleiben

    Helen Heinemann

    Das Feuer der Liebe erhalten, wenn plötzlich ein Dritter im Bunde ist. – Das gemeinsame Kind, eigentlich sichtbares Zeichen der Zusammengehörigkeit, verbindet und trennt zugleich. Dieser Belastung halten viele Partnerschaften oftmals nicht stand. Wie Hebammen schon frühzeitig dazu beitragen können, die neuen familiären Bindungen aufzubauen und zu stärken, wird in diesem Vortrag erläutert.

Thema:

  • Wochenbett

  • Professionelle Berührung in der Hebammenarbeit

    Ute Lange

    Hebammen nutzen Berührungen schon immer als Instrument ihrer Arbeit. Die heutigen Erkenntnisse zu den Bedingungen eines gelungenen Kontakts helfen, sich in der professionellen Berührungssituation sicher zu fühlen und diese auf die einzelne Frau mit ihren persönlichen Bedürfnissen abstimmen zu können.

  • NATA ME: Bindungsorientierte Geburtsvorbereitung

    Inken Harring Andresen

    Wie kann die werdende Mutter die Kraft der stetigen Bindung zu ihrem Kind in den neun Monaten der Schwangerschaft bewusst umsetzen, sodass es dann zu einer guten Entbindung beziehungsweise Lösung bei der Geburt kommt? Bindungsorientierte Geburtsvorbereitung verständigt sich auf die vorgeburtliche Kommunikation und Interaktion mit dem Baby und die daraus resultierenden natürlichen und gesunden Kräfte der Bindungs- und Lösungsdynamik, die vor, während und nach der Geburt aktiv sind.

Thema:

  • Geburt
  • Schwangerschaft

  • Männer als Hebammen

    Susanna Rinne-Wolf

    In wenigen Berufen werden noch immer so scharfe Meinungen vertreten, die ausschließlich auf Geschlechterstereotypen und Voreingenommenheit beruhen, wie im Hebammenwesen. Anhand von Gesetzesgrundlagen, wissenschaftlichen Studien und Erfahrungsberichten von männlichen Hebammen und von durch sie betreuten Familien beleuchtet dieser Vortrag das Thema zu Gender-Mainstreaming im Hebammenwesen. Er will vor allem Angst nehmen, Offenheit im Denken und Handeln anregen und den positiven Blick in eine geschlechtergerechtere Zukunft stärken.

  • Traumberuf Hebamme – eine Frage des Geschlechts?

    Konstantin Wroblewski, Tobias Richter

    Der Beruf der Hebamme hat in den letzten Jahren deutlich an Bewerberinnen verloren. Umso mehr fällt es auf, dass sich immer mehr Männer für das Berufsbild interessieren. In unserem Vortrag möchten wir von unseren persönlichen Erlebnissen aus Vorstellungsgesprächen, der Ausbildung zur Hebamme/zum Entbindungspfleger sowie von der Arbeit in unseren Kliniken erzählen. Wir berichten über die Arbeit mit den Frauen bzw. werdenden Familien, unsere persönlichen Beweggründe, diesen wunderbaren Beruf zu ergreifen, und die kleineren Probleme, die in der alltäglichen Arbeit auftreten können.

Thema:

  • Beratung/Kommunikation

12:30 - 13:30

Mittagspause

13:30 - 15:15
  • Keynote und Podiumsdiskussion: Ulrike Geppert-Orthofer, Oona Horx-Strathern u. a.

    Das Berufsbild der Hebamme verändert sich in dem Maß, in dem sich die Gesellschaft verändert. Es ist unsere Aufgabe, diese Entwicklungen im Blick zu behalten und mitzugestalten. Der DHV richtet daher einen gezielten Blick in die Zukunft. Welche gesellschaftlichen Megatrends werden unsere Zukunft bestimmen? Welcher Wandel im Gesundheitswesen ist vorhersagbar? Wie wird sich das Berufsbild der Hebamme ändern? Wie können wir es jetzt schon gestalten? Lassen Sie uns das Jahr 2019 nutzen, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Wir laden Sie schon jetzt zum Folge-Workshop in der zweiten Jahreshälfte ein. Der Termin wird spätestens beim Kongress bekannt gegeben.

Thema:

  • Politik

15:15 - 15:30

Verabschiedung

Abschlussveranstaltung